Zeitmangel wird als Grund genannt

Das Präsidium der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidenten wird frei. Der Präsident sollte zugleich Kantonsrat sein. Dies trifft auf drei Toggenburger zu. Sie lehnen jedoch eine Kandidatur ab.

Martin Knoepfel
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TOGGENBURG. Das Präsidium der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidenten (VSGP) wird frei. Der «Neue» sollte Gemeindepräsident und Kantonsrat sein, sagt der scheidende Präsident des VSGP, Beat Tinner. Drei Toggenburger erfüllen beide Bedingungen: Karl Brändle (CVP, Bütschwil-Ganterschwil), Christian Spoerlé (SVP, Ebnat-Kappel) und Imelda Stadler (FDP, Lütisburg). Brändle und Spoerlé sind im Vollamt tätig. In Lütisburg ist das Gemeindepräsidium mit 50 Prozent dotiert. Tinner ist in Wartau mit einem 80 Prozent-Pensum tätig.

«Ich habe beim VSGP keine Ambitionen», sagt Imelda Stadler und betont, dass sie neben dem Gemeindepräsidium noch verschiedene Ämter, etwa im Sportbereich, habe. Diese Tätigkeiten bereiteten ihr viel Freude, und sie möchte sie deshalb nicht aufgeben, sagt Imelda Stadler und betont, aus Zeitgründen habe sie auch die Anfrage abgelehnt, das Präsidium der FDP-Fraktion im Kantonsrat zu übernehmen. Dieses wird ebenfalls frei. Imelda Stadler zeigt sich aber überzeugt, dass es «genug Alphatiere gibt», die Präsident des VSGP werden wollen. Brändle und Spoerlé führen als Gründe für ihr Nein ebenfalls Zeitmangel ins Feld. Karl Brändle glaubt allerdings, dass es nicht so einfach sein wird, einen neuen Präsidenten des VSGP zu finden. Er weist darauf hin, dass das Amt trotz Unterstützung durch die Geschäftsstelle sehr zeitaufwendig sei. Tinner spricht von einem Pensum von 20 bis 30 Prozent. Das Spektrum der Themen sei sehr breit. Bisher kam der VSGP-Präsident aus der CVP oder der FDP. Die Parteifarbe spielt nach Ansicht von Brändle und Spoerlé keine grosse Rolle. Es gehe um Sachpolitik, sagt Brändle. Spoerlé sekundiert ihn mit der Bemerkung, dass es gelte, einen Konsens unter den Gemeinden zu finden. «Allen Leuten recht getan» sei sehr schwierig. Dass der Präsident des VSGP Kantonsrat sei, findet Spoerlé zweitrangig. Es brauche einfach die Vernetzung mit dem Parlament. Es nütze keinem, wenn er das Präsidium übernähme und aus Zeitmangel nicht richtig ausfüllen könne.

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