Zeitgewinn dank verbesserter Infrastruktur in der neuen Notaufnahme des Spitals Herisau

Im Neubau der Notaufnahme am Spital Herisau wurden alte Mängel behoben, um Abläufe zu optimieren.

Stephanie Häberli
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Der Schockraum ist mit allen nötigen Geräten für Notversorgungen ausgestattet.

Der Schockraum ist mit allen nötigen Geräten für Notversorgungen ausgestattet.

Bild: Stephanie Häberli

Von der einstigen Ambulanzengarage, welche ihren Platz etwas hinter dem Haupteingang des Spitals in Herisau hatte, ist keine Spur mehr zu sehen. Seit kurzem befindet sich hier in einem Anbau der Zugang zur neuen Notfallstation. Schnell wird deutlich, dass alles dazu konzipiert ist, möglichst praktisch zu sein: Neben der Station befinden sich drei Notfall-Kurzparkplätze. Zudem kann die Ambulanz unmittelbar bis zum Eingang vorzufahren. Dass sich dieser nun, im Gegensatz zur alten Station, ausserhalb des Haupteingangs befindet, ist laut den Verantwortlichen sehr vorteilhaft. Denn so wird ein Bereich geschaffen, der 24 Stunden zugänglich ist. Gestern konnte die Notaufnahme planmässig in Betrieb genommen werden.

Infrastruktur soll effiziente Abläufe ermöglichen

Ein Blick ins Innere des Neubaus zeigt, dass die Einrichtung und die Raumplanung so gewählt sind, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Arben Maliqai, Teamleiter der Notfallstationen des Spitalverbundes Appenzell Ausserhoden sagt:

«Wir haben die Gänge bewusst so breit gebaut, sodass zwei Betten aneinander vorbeikommen.»

Weiter ist auch vom Rega Landeplatz ein direkter Zugang in die neue Notfallstation gewährleistet. Zudem führen zwei Aufzüge von der Station direkt zu den Operationssälen.

Für die Behandlungen stehen sieben gut ausgerüstete Kojen zur Verfügung. Das Herzstück der Notaufnahme bildet der sogenannte Schockraum. Dieser ist mit den modernsten Geräten ausgestattet. Sogar kleine Notfalloperationen können darin durchgeführt werden. Ein weiterer Raum ist der sogenannte Stützpunkt. Maliqai erklärt dessen Zweck: «Von diesem Raum können die Fachkräfte alles managen. Weiter dient dieser zu Überwachungszwecken. Er ist unter anderem mit Monitoren ausgestattet um die Vitalparameter, welcher die Körperfunktionen der Patienten überwachen, im Auge zu behalten.»

Renovation war von Nöten

Eine Neuerung der Notfallstation war laut Stephan Blumenthal, dem anwesender Chefarzt Departementsleiter Anästhesiologie, aus mehreren Gründen nötig. «So sind unter anderem das zunehmenden Patientenvolumen, veränderte Hygienevorschriften aber auch Entwicklungen im medizinischen Bereich Gründe für einen Neubau. Auch war aufgrund des Gebäudezustands ein Zeitpunkt erreicht, an welchem wieder investiert werden musste.»

Die Erstellungskosten des Neubaus belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Franken. Sowohl das Zeit- als auch das Geldbudget konnte eingehalten werden. Mit dem Endergebnis zeigen sich die Anwesenden sehr zufrieden. Blumenthal erklärt: «Wir sind uns bewusst, dass wir kein Zentrumsspital sind, sondern lediglich ein Grundversorger. Mit der neuen Notfallstation ist uns aber ein grosser Schritt in Richtung Top-Grundversorger gelungen.»