Zeitgemässes Gemeindehaus

Die Schwellbrunner Bevölkerung stimmt am 13. Februar auf kommunaler Ebene über den Baukredit für den Umbau des Gemeindehauses ab. Am Donnerstagabend informierte der Gemeinderat die Öffentlichkeit über das Projekt.

Bruno Eisenhut
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Das Gemeindehaus nach dem geplanten Umbau. Neu ist der Eingang vorne rechts. (Bild: pd)

Das Gemeindehaus nach dem geplanten Umbau. Neu ist der Eingang vorne rechts. (Bild: pd)

schwellbrunn. Baupräsident Thomas Plattner präsentierte an der öffentlichen Gemeindeversammlung der anwesenden Bevölkerung die Projektpläne für den Umbau des Schwellbrunner Gemeindehauses. Vor den rund 50 Personen betonte er mehrfach, dass die finanziellen Aufwände während der ganzen Projektierungsphase im Mittelpunkt standen. Der Aufwand solle in einem sinnvollen Verhältnis zu den Nutzen stehen, erklärte Plattner. Mit einem Antrag auf einen Baukredit in der Höhe von rund einer Million Franken scheine dies der Baukommission auch gelungen zu sein, fügte Plattner hinzu. Dem geplanten Umbauprojekt geht die Aufhebung der Poststelle Schwellbrunn voraus. Als Stockwerkeigentümer bot die Post nach der Schliessung die freigewordene Etage zum Verkauf an. Nach verschiedenen Abklärungen zu den Nutzungsmöglichkeiten entschied sich die Gemeinde, dieses Stockwerk käuflich zu erwerben.

Moderne Schalterhalle

Die Baukommission definierte daraufhin die Zielsetzungen für die neuen Objektmöglichkeiten. Als Hauptziele gab sie dem Planungsbüro die Verlagerung der Verwaltung in das Erdgeschoss, eine optimale Schalteranlage, behindertengerechte Zugänge sowie eine bestmögliche Nutzung der Gesamtliegenschaft vor. Die vorliegende Planung als Grundlage für den beantragten Baukredit erfüllt die Anforderungen der Baukommission mehrheitlich. In einer modernen Schalterhalle könnten die Kunden empfangen und bedient werden. Mit einem Treppenlift via Schalterhalle sei das öffentliche WC, welches behindertengerecht ausgebaut würde, auch mit Rollstuhl erreichbar. Dadurch wäre auch die Kirche durch den Verbindungsbau behindertengerecht erschlossen, zeigte Plattner auf.

Grosszügige Wohnungen

Durch die Verlagerung der Verwaltung in das Erdgeschoss, sagte Plattner während seiner Präsentation, könnten in den Obergeschossen zwei grosszügige Wohnungen geplant werden. Zur Wertschöpfung des Objekts ein nicht zu unterschätzender Faktor. Eine Totalsanierung der Aussenhülle beinhaltet der beantragte Baukredit nicht. Abklärungen haben hervorgebracht, dass Fassade und Fenster das Ende der Funktionsdauer noch nicht erreicht haben. Anregungen von anwesenden Bürgern zur Optimierung der Wohnungen wurden vom Gemeinderat aufgenommen und werden auf ihre Machbarkeit geprüft.

Die Umsetzung des Objekts ist in Etappen geplant. Bei einem positiven Abstimmungsergebnis würde nach der Baueingabe im Juni mit dem Umbau des Erdgeschosses gestartet. Nach dem Umzug der Verwaltung in die neuen Räumlichkeiten würden die beiden Wohnungen im Obergeschoss realisiert. Den Endtermin des Projektes plant der Gemeinderat auf September – positiver Abstimmungsausgang vorausgesetzt.

Knacknuss Verkehrsführung

Abschliessend informierte Gemeinderat Walter Raschle über die Schwierigkeiten der Arbeiten im Projekt der Dorfraumgestaltung. Das Dorf sei nun mal bestehend, sagte er.

In zwei Schwerpunkten – «öffentlicher Raum» und «Beleuchtung» – würden bereits zahlreiche Ideen weiterverfolgt. Als Knacknuss kristallisiere sich die Verkehrsführung durch Schwellbrunn heraus. «Die Dorfdurchfahrt ist nun mal eng, die Lastwagen werden jedoch immer breiter», deutete Walter Raschle die Problematik.

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