Zeit für letzte Korrekturen

Ein beträchtlicher Teil der regionalen Ligen hat sich bereits in den Winterschlaf verabschiedet. Am Wochenende zieht der Rest nach. Danach beginnt die lange Winterpause, die, abgesehen von wenigen Ausnahmen, am ersten Wochenende im April 2016 ihr Ende findet.

Beat Lanzendorfer
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FUSSBALL. Zweitligist Bazenheid bezog in der gesamten letzten Saison drei Niederlagen. Nun ist noch nicht einmal die Hälfte gespielt und bereits steht die gleiche Anzahl Pleiten zu Buche. Der selbsternannte Aufstiegsfavorit hinkt den Erwartungen weit hinterher. Erschwerend kommt hinzu, dass Leader Winkeln keine Schwächen zeigt, einen unglaublichen Lauf hat, in den vergangenen acht Runden 22 Punkte holte und der Konkurrenz enteilt ist. Nun macht sich Steinach daran, dem Überraschungsteam ein Bein zu stellen. Auf dem Ifang kommt es zur Affiche Bazenheid – Arbon. Es ist das Duell zweier Grosser, die ihr Potenzial (bisher) nicht abrufen konnten. Verliert Bazenheid, ist das Thema Aufstieg schon im Herbst gegessen. Dort ist Arbon schon angelangt, denn mit neun Punkten Rückstand zur Spitze sind die Chancen auf den Nullpunkt gesunken. Für Flawil und Wängi ist die zweite Jahreshälfte zum Vergessen. Im direkten Vergleich kann immerhin ein Team dafür sorgen, dass der Funken Hoffnung nicht definitiv erlischt. Ob Sieg oder Niederlage: Beide Vereine bleiben bei jedem Ausgang auf einem Abstiegsplatz. Von dort hat sich Tägerwilen nach den sieben Startpleiten hochgearbeitet. Im abschliessenden Heimspiel gegen Aufsteiger Tobel bietet sich die Möglichkeit, sich dem hinteren Mittelfeld weiter anzunähern.

3. Liga, Gruppe 3

Das Schlagerspiel ist am Samstagabend auf der Rüti zwischen Leader Uzwil II und Henau. Der Druck lastet allerdings auf letzteren, denn mit vier Zählern Rückstand dürfen sie sich keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Uzwil II bleibt bei jedem Ausgang vorne. Dies, weil sich auch das zweitplazierte Wittenbach im bisherigen Verlauf vier Punkte Rückstand einhandelte.

3. Liga, Gruppe 4

Das Fernduell an der Spitze wird in den Partien Aadorf – Eschenbach und Bronschhofen – Schmerikon entschieden. Gewinnt Bronschhofen, bleibt die Elf sicher vor Eschenbach, weil sie die bessere Fairnesswertung aufweist. Anders sind die Ambitionen im Duell Kirchberg – Wattwil Bunt. Die Gastgeber blicken auf eine der schlechtesten Hinrunden der Vereinsgeschichte und können den Abstieg nach «menschlichem Ermessen» nicht mehr verhindern. Mario Leber, der neue Trainer, fand bisher kein Rezept, der Abwärtsspirale zu entkommen. Drei Nuller in ebenso vielen Spielen sind ernüchternd. Wattwil Bunt seinerseits hat wieder Lunte gerochen und kann mit einem Dreier den Schaden auf das Spitzenduo in Grenzen halten. Bütschwil bot am letzten Wochenende spielerisch gegen Netstal keine Topleistung, konnte aber dafür kämpferisch überzeugen. Die Ungeschlagenheit hält nun seit vier Runden an. Trainer Hansueli Gerig möchte die Serie in Eschlikon fortsetzen, obwohl der Aufsteiger mit bisher vier Saisonsiegen weit über den Erwartungen abgeschnitten hat und in der Tabelle noch einen Rang vor der Breite-Elf plaziert ist. Zweites Sorgenkind der Gruppe nebst Kirchberg ist Neckertal-Degersheim. Die Mannschaft steckt nach dem 0:7 in Wattwil tief im Elend. Immerhin ergibt sich im Sechs-Punkte-Spiel gegen Weinfelden die Möglichkeit, mit einem Sieg den Abstiegsplatz auf Kosten der Thurgauer zu verlassen.

Frauen, 3. Liga

Die Gemeinschaft Kirchberg-Amriswil beendet ihr Herbstprogramm gegen Abstiegskandidat Gossau. Ziel wäre, als Vierter den Kontakt mit der Spitze zu halten.