Zeit, die Aussicht zu geniessen

Nach 17 Jahren im Vorstand, davon deren elf als Präsidentin, übergab Margrit Kaufmann am letzten Freitag an der Hauptversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Bazenheid das höchste Amt an Marta Baumgartner.

Beat Lanzendorfer
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Die Frauengemeinschaft, von links: Anita Holenstein, Margrit Kaufmann, alte Präsidentin, Janine Rütsche, Ruth Bernhardsgrütter, Lisa Egli, Denise Bernhardsgrütter, Margrit Benz, Marta Baumgartner, neue Präsidentin. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Frauengemeinschaft, von links: Anita Holenstein, Margrit Kaufmann, alte Präsidentin, Janine Rütsche, Ruth Bernhardsgrütter, Lisa Egli, Denise Bernhardsgrütter, Margrit Benz, Marta Baumgartner, neue Präsidentin. (Bild: Beat Lanzendorfer)

BAZENHEID. Margrit Kaufmann wohnt an der Thurfirststrasse. Sie hat von dort eine prächtige Aussicht auf Säntis, Speer und Glarner Alpen. Diesen Blick wird sie in Zukunft mit Ehemann Max noch vermehrt geniessen können. Nach vielen Jahren Vorstandstätigkeit sieht sie den Zeitpunkt als gekommen, etwas kürzerzutreten.

Viele schöne Erinnerungen

Schon viele Jahre Mitglied der Frauengemeinschaft, nahm sie 1999 auf Bitten der damaligen Präsidentin Rosmarie Bolt als Aktuarin Einsitz im Vorstand. «Die Anfrage kam 14 Tage vor der Hauptversammlung, mir blieb nur wenig Bedenkzeit», meint sie mit einem Schmunzeln. Bevor sie 2005 ins höchste Amt gewählt worden ist, war sie bereits Kontaktperson «weil wir nach dem Rücktritt von Rosmarie Bolt keine neue Präsidentin gefunden haben».

Nach ihrer Wahl änderte sich wenig: «Ich wusste ja, wie der Karren läuft und konnte mich auf ein gut eingespieltes Vorstandsteam verlassen.» Trotzdem ist das Amt nicht zu unterschätzen. «Wir bieten unseren Mitgliedern ein umfangreiches Jahresprogramm.» Wer darin blättert, findet weit über dreissig Einträge. Spontan erinnert sich Margrit Kaufmann an die einstige Reise ins Bundeshaus nach Bern oder den Ausflug ins Appenzellerland. Aufgeführt ist auch ein jährlich wiederkehrender, bei dem die Ehemänner genauso willkommen sind: «Fondueplausch mit Partner.» In diesem Jahr geht es am 19. Februar in die «Holderschüür» nach Oetwil. Zeit beanspruchen auch Tagungen der kantonalen Dachorganisation St. Gallen-Appenzell oder jene des Schweizerischen Frauenbundes. «Ich möchte die Jahre aber keineswegs missen, sie waren schön und ausfüllend.» Vermissen wird sie vielleicht trotzdem etwas, denn nach jeder Vorstandssitzung gönnten sich die Frauen einen Baileys. Langweilig wird es der Ehefrau von Käsermeister Max bestimmt nicht, sie führten den Betrieb im Bräägg von 1980 bis 2009 und übergaben die Käserei dann an Thomas und Bernadette Manser. Nun halten fünf Enkelkinder die Grosseltern auf Trab.

Einnahmen werden gespendet

Die Frauengemeinschaft führt auch Anlässe durch, deren Einnahmen gespendet werden. So generieren der Schöggeliverkauf an der Hauptversammlung oder die Kafistube am Jahrmarkt Beträge, die zur Hauptsache bedürftigen Kindern zugute kommen. «Vor drei Jahren reisten wir nach Nottwil und übergaben dem Paraplegikerzentrum 1500 Franken», ergänzt Margrit Kaufmann. Apropos Kinder: Beliebt ist auch das Kasperlitheater, das im Herbst von Heidi Egli und Monika Kuhn im Pfarreizentrum gespielt wird und unter der Obhut der Frauengemeinschaft steht. Eines möchte Margrit Kaufmann am Ende des Gesprächs noch loswerden: «In meiner Zeit als Vorstandsmitglied betreuten die drei Geistlichen Werner Weibel, Karl Wenzinger und Albin Rutz als Präses die Frauengemeinschaft. Wir pflegten mit allen drei gute Kontakte. Nun freue ich mich auf die Zeit nach meiner Vorstandstätigkeit, denn als Mitglied bleibe ich der Frauengemeinschaft selbstverständlich erhalten.»

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