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Zehn Millionen für Heimzukunft

Seit einem Monat herrscht Leben in den zwei Neubauten im Werkheim Neuschwende. Am 22. Oktober gibt es ein öffentliches Einweihungsfest. Die rote Fassadenfarbe wurde bewusst gewählt.
Roger Fuchs
Unverkennbar die beiden in Rot gehaltenen Neubauten. Zusammen mit der bestehenden Häuserzeile ist auch ein Innenhof entstanden. (Bilder: Roger Fuchs)

Unverkennbar die beiden in Rot gehaltenen Neubauten. Zusammen mit der bestehenden Häuserzeile ist auch ein Innenhof entstanden. (Bilder: Roger Fuchs)

Versteckt hinter einer bestehenden Häuserzeile sind die Neubauten des Werkheims Neuschwende in Trogen kaum zu erkennen – steht man aber davor, stechen sie einem sofort ins Auge. Der Grund dafür ist der rote Anstrich. Dieser Farbton sei bewusst gewählt worden, damit die Bauten in die Landschaft hineinpassen würden, sagt Heimleiter Niklaus Gächter.

Vor rund einem Monat konnten die zwei in Holzbauweise erstellten Häuser bezogen werden, 9,8 Millionen Franken hat der Heilpädagogische Verein Küsnacht ZH als Trägerschaft des Werkheims investiert. Aufgrund der Anordnung zur bestehenden Häuserreihe ist auch ein neuer Innenhof entstanden, der den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie dem Personal fortan als Begegnungsort dienen wird. Alles in allem verfügt die Institution heute wie früher über 32 Plätze für Menschen mit vorwiegend geistiger Beeinträchtigung. Gegründet wurde das Werkheim Neuschwende 1974.

Für Menschen mit höherem Pflegebedarf

Die aktuelle Bauphase dauerte 18 Monate. Eine Remise und ein Gartenhaus mussten den Neubauten weichen. Ziel der Bautätigkeit war es gemäss Gächter, eine Infrastruktur zu schaffen, die der pflegerischen Notwendigkeit entspricht. Zudem habe man Bereiche wie Zentralküche, Weberei und Waschküche aus den bestehenden Häusern herausnehmen wollen. Im grösseren der beiden roten Gebäude finden sich ebenerdig Küche, Speisesaal, Cafeteria und Büros, im Untergeschoss Gärtnereiräume sowie die Lingerie und im Obergeschoss sechs Wohnzimmer mit Pflegebad, gemeinsamer Küche, Therapieraum und Stationszimmer. Diese neuen Wohnräume seien explizit auf Menschen mit höherem Pflegebedarf ausgerichtet, so Niklaus Gächter. In den kleineren Neubau integriert sind das Werkatelier und die Handweberei sowie drei Busgaragen. Im Untergeschoss gibt es Lagerräume und eine Pelletheizung, von der aus ab sofort auch die anderen Häuser mit Wärme versorgt werden. Früher wurde im Werkheim Neuschwende mit Öl geheizt.

Renate Muntwyler, stellvertretende Heimleiterin, weist darauf hin, dass beide Neubauten rollstuhlgängig und mit IV-WCs ausgestattet sind. Auch habe es beiderorts einen Lift. Muntwyler wie Gächter loben die Architekten, welche die vorgebrachten Bedürfnisse vollends aufgenommen hätten.

Bevölkerung kann Gebäude besichtigen

Mit einem öffentlichen Einweihungsfest soll der Einzug in die Neubauten am Samstag, 22. Oktober, abgerundet werden. Die Bevölkerung ist an diesem Tag eingeladen, sich selbst ein Bild von den getätigten Investitionen zu machen. Die Häuser können frei besichtigt werden. Wegen begrenzter Parkplatzzahl beim Werkheim wird ein halbstündlicher Shuttlebus zum Bahnhof Trogen verkehren.

Niklaus Gächter Heimleiter Neuschwende

Niklaus Gächter Heimleiter Neuschwende

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