Wünsche bleiben Wünsche

Die Finanzlage von Schwellbrunn ist angespannt. Daher muss das Projekt Dorfraumgestaltung redimensioniert werden. Änderungen gibt es wohl nur beim Pfarrgarten und der Beleuchtung.

Mea Mc Ghee
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Anstelle des Pfarrgartens sollen neben dem Rösslibrunnen im Zuge der Dorfraumgestaltung Parkfelder entstehen. (Bild: bei/pd)

Anstelle des Pfarrgartens sollen neben dem Rösslibrunnen im Zuge der Dorfraumgestaltung Parkfelder entstehen. (Bild: bei/pd)

SCHWELLBRUNN. «Es kommt leider vor, dass Projekte nicht wunschgemäss realisiert werden können», informierte Gemeindepräsident Hansueli Reutegger die knapp 50 Besucherinnen und Besucher der Orientierungsversammlung am Donnerstag.

Steuerkraft gesunken

Die Finanzlage der Gemeinde ist angespannt, dies zeigt die Laufende Rechnung 2013, die mit einem Minus von gut 594 000 schliesst. Budgetiert war ein Defizit von 166 000 Franken. Letztes Jahr sank die Steuerkraft erstmals seit Jahren, das Rechnungsergebnis zehre stark am Eigenkapital, so der Gemeindepräsident. Um die Rahmenbedingungen des Finanzhaushaltsgesetzes und den Finanzplan einzuhalten, müsse die Gemeinde sparen. Das Finanzhaushaltsgesetz gibt vor, dass der Nettoverschuldungsquotient nicht über 200 Prozent steigen darf. Zudem soll Schwellbrunns Steuerfuss im mittleren Drittel der Gemeinden Ausserrhodens liegen, so Hansueli Reutegger.

Würden die Projekte rund um die Mehrzweckanlage (siehe gestrige Ausgabe der Appenzeller Zeitung) und die Dorfraumgestaltung wie geplant realisiert, hätte dies gravierende Folgen: Eine mittelfristige Erhöhung des Steuerfusses auf rund 7 Einheiten oder eine massive Nettoverschuldung. Beides sind keine Optionen für den Gemeinderat.

Das wird nicht gebaut

So war es an Walter Raschle, Leiter des Ressorts Tiefbau/ Land- und Forstwirtschaft, die Auswirkungen des Finanzplanes auf die Dorfraumgestaltung zu präsentieren. «Ich erzähle jetzt, was wir planen, nicht zu bauen», sagte er. Das Projekt soll statt 1,9 Millionen noch 0,9 Millionen Franken kosten. Die Bushaltestelle, die Neugestaltung des Kirchplatzes, das Strassenbauprojekt durchs Dorfzentrum fallen den Sparmassnahmen zum Opfer. Den Pfarrgarten hingegen möchte man verändern, denn die Stützmauer müsse in jedem Fall saniert werden. Anstelle der Wiesenfläche sollen Parkplätze entstehen. Für ein provisorisches Buswarthaus sind 50 000 Franken vorgesehen, weiter werde die Strassenbeleuchtung modernisiert, auch aus Sicherheitsgründen. Eventuell könne der Strassenabschnitt von der Egg Richtung Rank saniert werden, und mit der Kirchgemeinde suche man das Gespräch, so dass immerhin der Zugang behindertengerecht umgebaut werden könne.

Die wenigen Rückfragen aus dem Publikum betrafen die Finanzierbarkeit der Dorfraumgestaltung und die Höhe der bisherigen Planungskosten.

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