Wolzenalp als Abschluss

Am kommenden Sonntag kommt es auf der Wolzenalp zum letzten Toggenburger Kräftemessen. 96 Schwinger treten in den Ring.

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Auf der Wolzenalp kommt es aus Toggenburger Sicht zum letzten Schwingfest in diesem Jahr. (Bild: pd)

Auf der Wolzenalp kommt es aus Toggenburger Sicht zum letzten Schwingfest in diesem Jahr. (Bild: pd)

SCHWINGEN. Am legendären Schwing- und Älplerfest auf der Wolzenalp, das alle zwei Jahre stattfindet, kämpfen 96 Schwinger aus dem Toggenburg, den Unterverbänden des St. Galler Kantonalen Schwingerverbandes und Gäste aus Zürich und Appenzell um den Tagessieg. Das OK unter der Leitung von Mathias Bleiker befindet sich in den letzten Vorbereitungen. Der Alpgottesdienst um 10 Uhr ist zugleich der Auftakt eines gemütlichen Abschlusses des Toggenburger Schwingerverbandes. Um 11 Uhr beginnt das Anschwingen in der einzigartigen Naturarena, der Schlussgang ist um 16.30 Uhr geplant.

Daniel Bösch mit erstem Sieg?

Der Sieg am Schwing- und Älplerfest auf der Wolzenalp fehlt NOS-Teamleader Daniel Bösch noch in seiner Sammlung. Sein letzter Auftritt auf der Wolzenalp ist vier Jahre her, da er vor zwei Jahren verletzungsbedingt auf den Start verzichten musste. Nach seiner Rückkehr demonstrierte er der ganzen Schweiz, dass er zu den stärksten Schwingern im Land gehört. Nicht zuletzt auf der Schwägalp, wo er die Arena als Sieger verliess. Auf der Wolzenalp ist er ohne Zweifel der grosse Favorit.

Mehrere in Lauerstellung

Die grössten Widersacher, wenn es um den Tagessieg geht, kommen aus dem eigenen Schwingerverband. Der Uzwiler Eidgenosse Andy Büsser, NOS-Sieger Michael Rhyner und Martin Knechtle aus Ganterschwil könnten Bösch bremsen.

Für Büsser war der Abschluss der Kranzfestsaison eher harzig verlaufen. Mit dem Kranzverlust auf der Schwägalp zeigte er nicht seine bekannte Leistung und enttäuschte. Auf der Wolzenalp sieht jedoch alles anders aus, und der Turnerschwinger kann frei von der Leber ohne Druck schwingen. Er wird versuchen, seinen Kranzverlust von der Schwägalp mit einer guten Tagesleistung wieder gutzumachen. Nach dem Sieg am NOS-Schwingfest überzeugte Michael Rhyner mit dem Kranz auf der Rigi erneut. Anschliessend musste er, trotz gutem Notenblatt, seine drei weiteren Kranzfeste ohne Eichenlaub verlassen. Als letzter Toggenburger stand er am Bernisch-Kantonalen an einem Kranzfest im Einsatz, dort fehlte ihm lediglich ein halber Punkt für den Kranzgewinn. Rhyner wird am Saisonabschluss nochmals seine steigende Form abrufen und gehört ebenfalls zum Favoritenkreis.

Vierter im Bunde der Favoriten ist Martin Knechtle. Der Turnerschwinger des Schwingclubs Flawil erkämpfte sich in dieser Saison drei Kränze und kehrt auf der Wolzenalp nach zwei Wochen Wettkampfpause ins Sägemehl zurück. Der «Schlungg-Spezialist» ist für seine schnellen Konterschwünge bekannt und kann auch auf der Wolzenalp nochmals sein Können zeigen. Dies macht ihn auch am Toggenburger Saisonschluss unberechenbar.

Ob sich einer der genannten Schwinger gegen Daniel Bösch durchsetzen kann, zeigt sich am Sonntag ab 11 Uhr auf der Wolzenalp ob Krummenau. (bl)