WOLFHALDEN: Sonderausstellung «Walzenhausen» geplant

Alljährlich lädt der Museumsverein Wolfhalden zu einer Sonderausstellung im Haus «Alte Krone» ein. In der Saison 2018 richtet sich der Fokus auf die Nachbargemeinde Walzenhausen.

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Als Gründer und Präsident des Museumsvereins Wolfhalden freut sich Ernst Züst auf die kommende Sonderausstellung «Walzenhausen», die im 400-jährigen Haus «Alte Krone» gestaltet wird. (Bild: PE)

Als Gründer und Präsident des Museumsvereins Wolfhalden freut sich Ernst Züst auf die kommende Sonderausstellung «Walzenhausen», die im 400-jährigen Haus «Alte Krone» gestaltet wird. (Bild: PE)

Früher waren die Beziehungen zwischen Wolfhalden und Walzenhausen eng. So besuchten bis in die 1950er-Jahre die Sekundarschüler der Wolfhäldler Zelg die Schule in Walzenhausen. Vergessen ist auch die Tatsache, dass das einst berühmte Walzenhauser Mineralwasser ab dem alten Heilbad Schönenbühl, Wolfhalden, nach Walzenhausen geleitet wurde. Der Wasser-Abfüllbetrieb im Güetli existierte bis zum Konkurs der Firma Ende der 1970er-Jahre. Und bevorzugtes Ziel des sonntäglichen Familienspaziergangs der Walzenhauser war das «Kreuz» in der Hub (Wolf-halden), wo die musikalische Wirtefamilie Güntensperger für bodenständige Unterhaltung sorgte.

In den 1980er-Jahren wurde die von Gemeindehauptmann Hugo Knoepfel initiierte Walzenhauser Chronik verfasst. Mitautor war mit Ernst Züst der Gründer des Museums Wolfhalden, dessen Trägerschaft er bis heute präsidiert. «Uns steht viel Material zur Verfügung, sodass wir interessante Einblicke in die Walzenhauser Geschichte bieten können», freut sich Züst auf die neue Sonderausstellung. Sie wird am 6. Mai um 10 Uhr mit einem feinen Tropfen aus dem Rebberg am Gupfen, Leuchen-Walzenhausen, eröffnet. An der dieser Tage durchgeführten Hauptversammlung des Museumsvereins hielt Züst auf die letztjährige Sonderausstellung «Spulen und Weben im Appenzeller Vorderland» Rückschau. Im Zentrum stand dabei die Arbeit von Christine Schläpfer am hundertjährigen Handwebstuhl. Mit Freude verfolgten Besucherinnen und Besucher die textile Fertigung von Stoffen nach uralter Methode.

Warme Worte des Dankes richtete Ernst Züst an Jakob Altherr, der nach 26-jähriger Tätigkeit als Revisor seinen Rücktritt eingereicht hatte. Seit der Museumsgründung gehörte er überdies zu den allzeit bereiten tatkräftigen Helfern. Seine Nachfolge konnte mit Hans Konrad Tobler geregelt werden. Für immer Abschied nehmen musste der Verein von Mitglied Walter Schnider-Züst und von Gönner Hugo Knoepfel. Beide hatten sich stets voll und ganz mit dem sehenswerten Museum identifiziert. Sämtliche statutarischen Geschäfte der Hauptversammlung konnten in zustimmendem Sinne und in aller Kürze erledigt werden.

Peter Eggenberger

redaktion@appenzellerzeitung.ch