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WOLFHALDEN: Ende einer langen Tradition

Dieser Tage wurde der 1895 gegründete Verkehrsverein Wolfhalden (VVW) aufgelöst. Das Vereinsvermögen geht an die Gemeinde mit der Auflage, die Gelder zweckgebunden einzusetzen.
Vor dem nostalgischen Bild des damaligen Hotels «Krone» (heute Landgasthof) gruppieren sich Vorstands- und Revisionsmitglieder des nunmehr aufgelösten VVW mit Ehrenpräsident Hans Sieber (links) und Gemeindepräsident Gino Pauletti (4. von links). (Bild: PE)

Vor dem nostalgischen Bild des damaligen Hotels «Krone» (heute Landgasthof) gruppieren sich Vorstands- und Revisionsmitglieder des nunmehr aufgelösten VVW mit Ehrenpräsident Hans Sieber (links) und Gemeindepräsident Gino Pauletti (4. von links). (Bild: PE)

Seit dem vor fünf Jahren erfolgten Rücktritt des VVW-Vorstands war die örtliche Tourismus-Organisation inaktiv. Hauptgrund war das Fehlen der eigentlichen Aufgabe des Vereins, der gemäss Statuten den Fremdenverkehr in der Gemeinde zu fördern hatte. Existierten früher auch in Wolfhalden Gasthäuser und Pensionen mit einem ansprechenden Angebot an Gästebetten, so hat sich deren Zahl mittlerweile stark reduziert. Über Gästezimmer verfügen heute nur noch der Landgasthof «Krone» und wenige Ferienwohnungen wie etwa im Haus «Rätia». Zudem sorgte früher der VVW für intakte Wanderwege, Ruhebänke und Werbung. Heute werden diese Bereiche von übergeordneten Stellen (Gemeindebauamt, kantonale Tourismus-Organisation) abgedeckt.

In seinem Grusswort an der vergangenen Mitgliederversammlung erinnerte Gemeindepräsident Gino Pauletti an die Tatsache, dass sich niemand für ein Engagement in einem neuen Vorstand habe finden lassen. Ein Dankeschön richtete er an Markus Heil, der seine Aufgaben als VVW-Kassier weitergeführt und bis Ende 2017 den Einzug der Kurtaxen besorgt habe. Mit dem am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen kantonalen Tourismusgesetz sei auch diese VVW-Aufgabe hinfällig geworden. Revisor René Bänziger würdigte die diesbezügliche saubere Führung der Kasse, die ein Vereinsvermögen von rund 27000 Franken aufweist.

Nach kurzer Diskussion und dem von VVW-Ehrenpräsident Hans Sieber zum Ausdruck gebrachten Bedauern über das Ende einer grossen Tradition beschlossen 18 von 19 Stimmberechtigten die Auflösung des Vereins. Das Vermögen wird statutengemäss der Gemeinde übergeben mit der Auflage, eine Kommission zu bilden, die das VVW-Angebot der letzten Jahre weiterführe. Dazu gehören unter anderem die Organisation der überaus beliebten Anlässe wie Bundesfeier und Waldweihnacht. Denkbar sei zudem die Realisierung weiterer Veranstaltungen, allenfalls in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen wie Turnerriegen oder Lesegesellschaften.

Peter Eggenberger

redaktion@appenzellerzeitung.ch

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