Wohnen an der Bahnlinie Herisau–Urnäsch

Emma Gantenbein wohnt seit 1988 gleich gegenüber dem Bahnhof Urnäsch. Den letzten Zug hört sie nur dann, wenn sie nicht einschlafen kann.

Markus Fässler
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Emma Gantenbein vor ihrem Haus – im Hintergrund der Bahnhof Urnäsch.

Emma Gantenbein vor ihrem Haus – im Hintergrund der Bahnhof Urnäsch.

Urnäsch. Früher, da sei es noch anders gewesen, sagt Emma Gantenbein. Damals florierte in Urnäsch die Textilindustrie mit ihren Stickereien. Eine solche befand sich auch im unteren Stock der Liegenschaft am Bahnweg 10, dem Wohnhaus der 82-Jährigen.

«Früher hatte man viel Kontakt zum Bahnpersonal, es hatte aber auch viel mehr Verkehr, da auch Güterzüge in Urnäsch Halt machten.» Die gebürtige Hembergerin kaufte das Haus vis-à-vis des Bahnhofs, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts gebaut worden war, im Jahr 1988. Sie bewohnt die 3-Zimmer-Wohnung im mittleren Stock, oben hat sie eine 3,5-Zimmer-Wohnung vermietet. Hinter dem Haus von Emma Gantenbein steht das Reka-Feriendorf. Daran hat sie nach ersten Bedenken wegen der Überbauung der schönen Wiese jetzt grosse Freude. «Die Kinder spielen draussen und haben Spass.»

Bild: Markus Fässler

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