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Wohlbefinden vor Erfolg

Langstreckenläuferin Bernadette Meier-Brändle ist auch nach 20 Jahren Spitzensport auf hohem Niveau aktiv. Trotz enttäuschend verlaufener Berglauf-WM blickt sie zuversichtlich voraus.
Beat Lanzendorfer
Bernadette Meier-Brändle zusammen mit ihren Kindern Mario und Christina im Garten in ihrem Zuhause in Dreien. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bernadette Meier-Brändle zusammen mit ihren Kindern Mario und Christina im Garten in ihrem Zuhause in Dreien. (Bild: Beat Lanzendorfer)

LAUFSPORT. Wenn im Sport anvisierte Ziele nicht erreicht werden, spricht man gerne von einer verpatzten Saison. Am Beispiel von Bernadette Meier-Brändle hat diese Aussage aber nur bedingt Gültigkeit. «Zusammen mit Maude Mathys, Martina Strähl und Lucia Mayer erreichte ich an der Berglauf-WM in Italien im Teamwettkampf Platz 6. Dadurch verpasste die Schweiz die achte Medaille in Folge. Aus dieser Warte gesehen sicher eine Enttäuschung. «Es hat halt einfach nicht gepasst und ich persönlich fühlte mich nach zwei schlecht geschlafenen Nächten nicht frisch genug. Über das ganze Jahr gesehen sieht meine Bilanz aber durchaus ansehnlich aus.» Dies unterstreichen der vierte Platz an der Schweizer Berglaufmeisterschaft und weitere wertvolle Plazierungen auf nationaler und internationaler Ebene.

Zwei Jahrzehnte Spitzensport

Die 42jährige medizinische Praxisassistentin und angehende Naturheilpraktikerin, sie ist im vierten von acht Semestern, verdankt ihre lange Karriere auch ihrer robusten Gesundheit: «Ich bin dankbar, dass ich von Verletzungen verschont geblieben bin und mir viel Talent in die Wiege gelegt worden ist. Die erarbeitete Effizienz erlaubt mir, den Spitzensport auch im folgenden Jahr im selben Rahmen auszuüben.» Von nichts kommt aber nichts – und so legt sie in wöchentlich sechs Trainingseinheiten ihre 70 bis 90 Laufkilometer zurück. Als Mitglied des LC Uzwil absolviert sie jeweils am Dienstag ein Bahntraining von höchster Qualität, die restlichen Trainings sind in den Alltag integriert. Zum Abschluss des Jahres wird die Toggenburgerin noch an sechs Laufwettkämpfen teilnehmen. Darunter sind der Rapperswiler Schlosslauf (10 km/19. Oktober), der Gossauer Weihnachtslauf (8,4 km/6. Dezember) sowie der Zürcher Silvesterlauf (6,3 km/ 14. Dezember). «Für mich ein guter Jahresabschluss, aber gleichzeitig der Start zur Vorbereitung für das kommende Jahr. Danach räume ich mir eine Aufbauphase mit drei Monaten Wettkampfpause ein, um im April 2015 richtig motiviert in die Saison einzusteigen.»

Ausblick auf 2015

Nach verpatzter Berglauf-WM 2014 fokussiert Bernadette Meier-Brändle auf die WM 2015. «Die WM der Kurzdistanz (8 km/1000 Höhenmeter) findet auf Madeira statt. Damit fällt Akklimatisieren weg und der Zeitpunkt ist günstig, da diese in die Sommerferien meiner Kinder Mario und Christina fällt. Sollte es nicht klappen, kann ich auch damit leben. Ich habe genug Erfolge aufzuweisen und muss niemandem etwas beweisen, aber es wäre erneut eine schöne Teamarbeit. Mein Wohlbefinden und die hohe Lebensqualität durch den Sport sind mir wichtiger als Erfolge.» Die Selektionsrennen finden im Mai/Juni 2015 in Frankreich statt. Beiläufig kommt sie auch auf das mögliche Ende ihrer Karriere zu sprechen. «Ich denke, die WM 2015 wird der letzte internationale Wettkampf. Die Ausbildung zur eidgenössisch diplomierten Naturheilärztin ist sehr zeitintensiv. Nach meinem Abschluss werde ich meine Prioritäten neu ausrichten. Ich möchte meinen Erfahrungsschatz weitergeben und therapeutisch arbeiten.» Wer sieht, mit welcher Hingabe sie ihr aufwendiges «Hobby» Sport betreibt, traut ihr auch den Durchstart im neuen beruflichen Umfeld zu.

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