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Der Kuh-Bag ist Opfer des eigenen Erfolgs: Sammelstellen quellen über

Wer in Heiden seinen Kuh-Bag zur Sammelstelle bringen will, findet derzeit zwei überfüllte Container vor. Im Dorf sorgt dies für Unverständnis. Auch in anderen Gemeinden wird der Platz knapp. Die A-Region reagiert.
Claudio Weder
Bereits zwei bis drei Tage nach dem Abtransport sei die Kuh-Bag-Sammelstelle in Heiden bereits wieder überfüllt, erzählt ein Anwohner. (Bild: PD)

Bereits zwei bis drei Tage nach dem Abtransport sei die Kuh-Bag-Sammelstelle in Heiden bereits wieder überfüllt, erzählt ein Anwohner. (Bild: PD)

Seit Anfang Jahr können in 17 Ausserrhoder Gemeinden der A-Region gemischte Kunststoffabfälle mit dem Kuh-Bag gesammelt werden. Angefreundet mit dem Sammelsystem haben sich aber längst nicht alle: Nur wenige Wochen nach dessen Einführung kamen erste Zweifel an der Umweltverträglichkeit des Kuh-Bags auf (Ausgabe vom 22. Januar) – nun stehen auch die überfüllten Sammelstellen in der Kritik.

«Seit Januar zeigt sich Woche für Woche dasselbe Bild», erzählt ein Anwohner aus Heiden. Die beiden Container bei der Sammelstelle an der Obereggerstrasse seien – zumal für eine grössere Gemeinde wie Heiden – deutlich zu klein. Weshalb sich jeweils schon zwei bis drei Tage nach dem wöchentlichen Abtransport die Säcke vor den Containern stapeln würden. Der Anwohner, der sich mit seiner Kritik an unsere Zeitung wendete, ist überdies nicht der einzige im Dorf, der sich an der überfüllten Sammelstelle stört.

Für die A-Region ein positives Zeichen

Die Kuh-Bags einfach bei der nächsten Sammelstelle in einem der Nachbardörfer zu entsorgen, kommt für den Anwohner aus Heiden aber nicht in Frage. «Ich entsorge meinen Abfall am liebsten dort, wo ich auch wohne.» Zumal auf den Sammelstellen der Nachbardörfer die genau gleiche Situation vorherrscht: «Unser Container ist nach drei Tagen bereits voll und das Bauamt muss die Säcke zwischenlagern bis zur wöchentlichen Leerung», erzählt Tobias Brülisauer, Gemeinderat von Grub. Auch in Rehetobel sei die Situation mit Heiden vergleichbar, wie Gemeinderat Richard Sennhauser auf Anfrage bestätigt.

Bei der A-Region wertet man die überfüllten Sammelstellen indes als positives Zeichen: «Wir stellen fest, dass der Kuh-Bag auf grosse Resonanz stösst und diese Sammlungsfraktion einem Bedürfnis der Bevölkerung entspricht», sagt Geschäftsführer Thomas Huber. Bei der Erstausstattung der Sammelstellen mit Sammelcontainern sei man von den Empfehlungen des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) ausgegangen, da dieser den Kuh-Bag schon länger anbietet.

«Wie schliesslich die Bevölkerung der A-Region auf dieses neue Angebot reagieren wird, blieb offen. Klar war aber, dass bei Bedarf zusätzliche Container gestellt werden.» Im Februar sei deshalb das Sammelteam angewiesen worden, jede Sammelstelle zu prüfen und den Bedarf an zusätzlichen Containern zu melden, so Huber.

Sammelstellen werden aufgerüstet

Auch in weiteren Ausserrhoder Gemeinden wird der Platz allmählich knapp. Die Lieferung der neuen Container ist laut Thomas Huber bereits eingetroffen. Anfang April werden diese an die Gemeinden ausgeliefert. Dabei erhält rund ein Drittel der Sammelstellen einen zusätzlichen Container. Vereinzelte auch zwei oder drei. «Damit dürfte die Ordnung bei den Sammelstellen dann wieder hergestellt sein.»

Was die betroffenen Sammelstellen in Heiden und Grub angeht, so hält Huber fest, dass diese ideal für die Anwohner sowie für den Durchgangsverkehr liegen und nebst dem Kuh-Bag auch andere Fraktionen dort entsorgt werden können. «Insbesondere die gute Zugänglichkeit dürfte ein Grund sein, dass die Frequenzen dort entsprechend hoch sind.»

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