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Wo Kinder zu Baumeistern werden

Diesen Sommer hat die offene Jugendarbeit Wattwil schon zum fünftenmal das Projekt «offene Kinderbaustelle» durchgeführt. Auch dieses Jahr war es ein Erfolg.
Miranda Diggelmann
Auch am Abschlussfest der Kinderbaustelle bauen die Kinder noch fleissig. Miranda Diggelmann

Auch am Abschlussfest der Kinderbaustelle bauen die Kinder noch fleissig. Miranda Diggelmann

Die offene Kinderbaustelle Wattwil feierte am vergangenen Samstag, 17. September, ihr diesjähriges Abschlussfest. Seit 2012 organisiert die offene Jugendarbeit Wattwil jährlich über die Sommermonate ein Projekt für Kinder. Die Kinderbaustelle bietet eine Möglichkeit zur aktiven Freizeitgestaltung der Mädchen und Buben. Das Ziel dabei ist es, die Entwicklung der Kinder positiv zu beeinflussen. «Die Kinder lernen bei diesem Projekt nicht nur Selbständigkeit, sondern Verantwortung, das Teilen mit anderen und Selbsteinschätzung», erklärt Samuel Roth, Projektleiter der offenen Kinderbaustelle und Leiter der offenen Jugendarbeit Wattwil.

Wieso das Projekt funktionieren konnte

Nach einmaliger Anmeldung durften die Kinder wiederkommen, so oft sie wollten. Geöffnet war die Kinderbaustelle jeweils mittwochs und samstags von Mai bis September. Die Teilnahme am Projekt war gratis, die Kosten wurden von der Gemeinde übernommen. Auch das Land hat die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Zudem hatte die Kinderbaustelle etliche Sponsoren, Baufirmen oder Schreinereien, welche unter anderem Materialien wie Holz und dergleichen bereitstellten. Die Baumaschinen für das Projekt wurden von der offenen Jugendarbeit eingekauft. Die Betreuung der Kinder und der Ablauf wurden auch dieses Jahr von der offenen Jugendarbeit übernommen, wobei Kinder bis zur zweiten Klasse noch in Begleitung kommen mussten. Ansonsten waren immer mindestens drei Betreuer und ein freiwilliger Helfer, der das kleine Speisehaus betrieb, anwesend. Durch geordnete Organisation konnte die offene Kinderbaustelle dieses Jahr die 400 registrierten Anmeldungen problemlos handhaben. Die meisten Kinder besuchten die Kinderbaustelle ein- bis zweimal, mehrere kamen aber bis zu fünfzehnmal vorbei. Zwanzig Gruppen, wie etwa Schulklassen, besuchten die Kinderbaustelle ausserhalb der Öffnungszeiten anlässlich von Schulausflügen.

Von Jahr zu Jahr konnte das Projekt offene Kinderbaustelle Wattwil effizienter durchgeführt werden, da auch die Organisatoren jedesmal Neues dazulernten und sich verbessern konnten.

Was dieses Jahr alles zustande kam

Dieses Jahr sind Brücken, Türme, zwei grössere Baumhütten, viele kleinere Holzhütten und weitere Bauwerke entstanden. Diese werden am Schluss des Sommers von den Kindern selbst wieder abgebrochen. Es sei den Kindern sehr wichtig, ihre Bauwerke eigenhändig wieder abreissen zu dürfen, schliesslich hätten sie viel Mühe in den Aufbau gesteckt, so Roth. Im darauffolgenden Jahr kann dann alles wieder neu aufgebaut werden. «Die Kinderbaustelle sieht jedes Jahr wieder etwas anders aus, so bleibt sie stets interessant», erzählt Samuel Roth.

Dieses Jahr gab es am Abschlussfest einen ganz besonderen Höhepunkt: Eine Kunstführung, organisiert von Arthur Junior. Arthur Junior ist ein Toggenburger Verein, der rotierende Kunstausstellungen speziell für Kinder und Jugendliche herrichtet. Die Ausstellungen sind insofern rotierend, da sie umherziehen und immer wieder an anderen Orten zu betrachten sind. Bei der Kinderbaustelle Wattwil schlüpften die Vertreter von Arthur Junior in die Rolle von Bausicherheitsexperten und führten die Gäste der Abschlussfeier in einem zehnminütigen Rundgang durch all die entstandenen Kunstwerke der Kinder.

Ob das von der offenen Jugendarbeit Wattwil organisierte Projekt noch einmal in diesem Rahmen stattfinden wird, ist unklar. Momentan wird das Konzept überarbeitet. Nichtsdestotrotz wird sich die offene Jugendarbeit weiterhin auf mehr Angebote für Kinder konzentrieren. «Ich beobachte die Entwicklung, dass Kinder immer früher in die Pubertät kommen», sagt Samuel Roth. Deshalb bietet die offene Jugendarbeit nebst der Kinderbaustelle bereits andere Aktivitäten für Kinder an, beispielsweise die offene Turnhalle, welche Bewegung mit Spass und Spiel verbindet und ebenfalls für eine aktive Freizeitgestaltung sorgt.

Samuel Roth ist es wichtig zu erwähnen, dass die Kinderbaustelle in Wattwil auch dieses Jahr nicht hätte stattfinden können, wenn nicht die Sponsoren und die Unterstützung jeglicher Freiwilliger gewesen wäre. Auch die Gemeinde und Vereine wie Arthur Junior waren für das Funktionieren dieses Projektes von Bedeutung.

Samuel Roth Sozialarbeiter/Projektleiter der offenen Kinderbaustelle Wattwil (Bild: PD)

Samuel Roth Sozialarbeiter/Projektleiter der offenen Kinderbaustelle Wattwil (Bild: PD)

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