Speicher legt Finanzplanung für die nächsten zehn Jahre vor

Der Speicherer Gemeinderat hat in der Finanzplanung die wichtigsten Investitionen der nächsten zehn Jahre festgelegt. Viele Projekte stehen an. Darum soll auch keine Steuerfussreduktion ins Auge gefasst werden.

Astrid Zysset
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Die Sanierung des Gemeindehauses ist im Zehn-Jahres-Investitionsplan der Gemeinde ebenfalls vorgesehen. (Bild: APZ)

Die Sanierung des Gemeindehauses ist im Zehn-Jahres-Investitionsplan der Gemeinde ebenfalls vorgesehen. (Bild: APZ)

Zwar sei sie noch «nicht fertig diskutiert und verabschiedet», wie Gemeindepräsident Paul König zu bedenken gibt, doch die Liste steht. Auf ihr finden sich die wichtigsten Investitionen, die in Speicher anstehen. Angefertigt wurde sie im Rahmen eines kürzlich abgehaltenen Workshops zum Thema Aufgaben- und Finanzplanung der nächsten zehn Jahre, an welcher der Gesamtgemeinderat teilnahm. «Wir haben einen langfristigen Prozess angestossen.» Doch einer, der noch nicht in Stein gemeisselt ist. Nicht jede Investition, die auf der Liste steht, wird auch tatsächlich ausgelöst. «Die Projekte müssen erst ausgearbeitet und vom Volk gutgeheissen werden», so König. Da gebe es noch viele unsichere Faktoren. Schliesslich gehe es um viel Geld.

Auf dem Zehnjahresplan findet sich die Renovation des Buchenschulhauses, der Bau einer Dreifachturnhalle, die Sanierung eines Kindergartens wie auch diejenige des Gemeindehauses. Zuzüglich müssten Instandhaltungsarbeiten in sämtlichen Gemeindeliegenschaften vorgenommen werden. Im Bereich Freizeit ist die Neugestaltung der Vögelinsegg vorgesehen wie auch diejenige der Dorfeingänge und der Bau neuer Spielplätze. «Offene Fragen gibt es noch um die Zukunft des Schützenhüslis. Aber auch eine Vision, was mit der frei gewordenen Abwasserreinigungsanlage geschehen wird, muss erstellt werden», so König weiter.

Noch in dieser Amtszeit sollen die letzten Gespräche stattfinden und die Planung verabschiedet werden. Dann wird auch klar werden, welche Projekte bereits in der kommenden Amtszeit angegangen werden und welche einen längeren Zeithorizont erfahren.

Keine Steuerfussreduktion vorgesehen

An der öffentlichen Orientierungsversammlung Ende April will Paul König die Investitionsplanung der Gemeinde vorstellen. Nicht ohne Grund. Die Rechnung 2018 schloss mit einem Ertragsüberschuss von satten 2,8 Millionen Franken ab. Unerwartet. Budgetiert gewesen war ein wesentlich kleineres Plus. Die Diskussion um die Reduktion des Steuerfusses könnte somit aufkommen. «Doch angesichts der kommenden Investitionen wäre dieser Schritt nicht ratsam», so der Gemeindepräsident. Die vielen Projekte, die anstehen, würden ein gutes finanzielles Polster im Gemeindehaushalt bedingen. Eine Steuerfusssenkung solle darum erst in späteren Jahren in Betracht gezogen werden.