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Wissen der Schüler aktivieren

Die Kanti Trogen präsentierte ihr Werk «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt – Sternstunden der Menschheit im Unterricht der Kantonsschule Trogen». Das 336 Seiten umfassende Buch stellt 20 Unterrichtseinheiten, sogenannte Lehrstücke, vor.
Markus Fässler
Die grossen Plakate in der Aula der Kantonsschule Trogen zeigen den Inhalt des Buchs «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt». (Bild: Markus Fässler)

Die grossen Plakate in der Aula der Kantonsschule Trogen zeigen den Inhalt des Buchs «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt». (Bild: Markus Fässler)

Trogen. Mehrstündige Unterrichtseinheiten auf Papier zu bringen, ist kein leichtes Unterfangen und benötigt Zeit. Die Kantonsschule Trogen hat mit dem Buch «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt – Sternstunden der Menschheit im Unterricht der Kantonsschule Trogen» aber genau das gemacht. Nach sechsjähriger Arbeit, bei der knapp ein Dutzend Lehrer aus verschiedenen Fächern sowie Rektor Willi Eugster und Hans Christoph Berg, Professor an der Universität Marburg, als Herausgeber mitgearbeitet haben, fand am Samstagmorgen die Vernissage statt.

Das 336seitige Werk ist beim hep-Verlag erschienen.

Die Aula der Kantonsschule Trogen war beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt. Unter den Gästen befand sich auch Bildungsdirektor Rolf Degen.

Hohe Ansprüche gestellt

Man habe an das Werk, das ein Pilotprojekt sei, hohe Ansprüche gestellt. «Ein Buch dieser Art lohnt sich nur, wenn sich auch die darin behandelten Themen lohnen», sagte Willi Eugster. Die Autoren haben Themen herausgegriffen, die für die Menschheit von Bedeutung sind.

Die entwickelten Unterrichtseinheiten nennt die Kantonsschule Trogen «Lehrstücke». Sie sind Kunstformen des Unterrichtens, deren Entwicklung nicht ohne fachliche Betreuung möglich ist.

Ob «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt» den Unterricht verfeinert und optimiert, sei dahingestellt. «Die Schülerinnen und Schüler haben aber begeistert mitgemacht», so Willi Eugster.

So beispielsweise beim Lehrstück «Unsere Abendzeitung UAZ: Aus 40 mach 4!» im Rahmen des Unterrichts bei Lehrer Johannes Schläpfer. Der Auftrag der Klasse war, bis 12 Uhr mittags aus 40 Seiten der Appenzeller Zeitung eine vierseitige Abendzeitung zu gestalten. Auch Mitherausgeber Hans Christoph Berg kam in seinem Referat auf dieses Beispiel zu sprechen. Es sei perfekt für den Leitbildsatz «Baum-Nuss-Baum».

Aus 400 Seiten Agenturmeldungen werden 40 Zeitungsseiten – aus 40 Zeitungsseiten werden vier Seiten Abendzeitung.

Lob der ETH

Ein gutes Zeugnis für das Buch «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt» stellte die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) aus. Gastreferentin Elsbeth Stern von der ETH sagte während ihres Vortrages etwa: «Die Lehrkunstwerkstatt entspricht genau den Vorstellungen der ETH, wie die Schule verbessert werden soll.» Denn das Wissen der Schüler müsse von den Lehrern aktiviert werden.

«Das klingt einfach, ist aber die Herausforderung schlechthin», so Stern weiter.

Aufs Wesentliche konzentriert

Regierungsrat Rolf Degen kam in seiner Ansprache auf Socrates zu sprechen, der vor 2500 Jahren den Bewohnerinnen und Bewohnern Athens das Fragen wieder beibrachte. Genau dies mache die «Kollegiale Lehrkunstwerkstatt» auch.

Zudem war er erfreut darüber, dass es die Kantonsschule Trogen schaffte, sich – trotz aller politischen Nebentöne im Bereich der Schule – auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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