«Wirtschaftsingenieure sollen nicht Denkbares denken»

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St. Gallen/Mühlrüti Eine Wirtschaftsingenieurin und 13 Wirtschaftsingenieure durften am Freitag ihre Bachelor-Diplome entgegennehmen. Darunter auch Lukas Senn aus Mühlrüti. Drei Jahre haben die Absolventin und die Absolventen auf diesen Moment hingearbeitet. «Es ist ein besonderer Moment für Sie. Aber auch für uns», sagte Studiengangsleiter Lukas Schmid. Nach zehn Jahren dürfe der Fachbereich Bau und Technik der Fachhochschule St. Gallen (FHS) erstmals wieder Diplome für einen Bachelor-Studiengang überreichen. Schmid blickte zurück auf die Anfänge des Studiengangs vor rund sechs Jahren: «Wir hatten die Vision eines innovativen und einzigartigen Studiengangs für die Ostschweiz, der sowohl Fachwissen in Ingenieurwesen und Betriebswirtschaft als auch interkulturelle und soziale Kompetenzen vermittelt.»

Die Festrede hielt Alfred Lichtensteiger, Beirat Technik an der FHS. Er appellierte an die Diplomandin und Diplomanden, ihre Rolle an der Schnittstelle von Technik, Markt und Betriebswirtschaft so auszuüben, dass Visionen nicht nur angedacht, sondern auch umgesetzt werden. Sebastian Wörwag, Rektor der FHS, sagte: «Es braucht Innovationsgabe, Courage und einen kritischen Blick.» Auch Erfahrung reiche nicht mehr aus. «Sie können nicht innovativ sein, wenn Sie sich nur auf Ihre Erfahrung stützen. Sie müssen das nicht Denkbare denken können. Haben Sie den Mut, aufzubrechen und Dinge anzupacken. Wagen Sie Innovationen und seien Sie dabei ruhig etwas verrückt.» (pd)