WIRTSCHAFTSFORUM TOGGENBURG: «Chancen erkennen»

Jubilieren – oder Nachbessern: Dies war das Motto des Jubiläums-WFT, welches seine 20. Ausgabe auf dem Säntis feierte.

Urs M. Hemm
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Die Referenten am abschliessenden Podium des 20. Wirtschaftsforums Toggenburg auf dem Säntis (von links): Evelyne Binsack, Monika Bütler, Moderator Patrick Rohr, Ernst Wyrsch, Karl Müller sowie Franz With. (Bilder: Urs M. Hemm)

Die Referenten am abschliessenden Podium des 20. Wirtschaftsforums Toggenburg auf dem Säntis (von links): Evelyne Binsack, Monika Bütler, Moderator Patrick Rohr, Ernst Wyrsch, Karl Müller sowie Franz With. (Bilder: Urs M. Hemm)

Urs M. Hemm

urs.hemm

@toggenburgmedien.ch

Am Freitag fanden sich rund 200 Leistungsträger aus Wirtschaft und Politik aus dem Toggenburg auf dem Säntis ein, um zum 20. Mal den Ausführungen von erfolgreichen und manchmal auch unkonventionellen Unternehmern und Lebenskünstlern zu folgen.

Die Chancen erkannt

Nach den Begrüssungsworten von OK-Präsidentin Claudia Frei überbrachte Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann die Grussbotschaft der St. Galler Regierung, in der er die Innovationskraft des Toggenburgs hervorhob. «Hightech, Präzisionsmechanik, Nanotechnologie, Digitalisierung haben Einzug gehalten. Wo früher Produkte hergestellt worden sind, entstehen heute hochkomplexe, massgeschneiderte Prozesslösungen.» Alle diese KMU hätten ihre Chance erkannt und sich neu ausgerichtet.

Den Auftakt der Referenten machten Karl Müller und Franz With von der Kybun AG. «Zwei Alphatiere, die sich gefunden haben, aber Freunde, die gut miteinander arbeiten können», sagte Franz With. Dabei werde auch teils in hitzigen Diskussionen die Firma ständig verbessert — auch unter Einbezug der Mitarbeitenden. Ernst Wyrsch, ehemaliger Direktor des Steigenberger Grandhotels Belvedère, das führende Hotel während des WEF in Davos und heute Dozent und Projektleiter an der Business School St. Gallen, vertritt die These, dass jeder seines eigenen Glücks Schmied ist und der Erfolg nicht über das eigene Wohlbefinden gestellt werden sollte. «Es ist wichtig, auch Zeit für sich selbst zu nehmen, nur so hat man wieder die Energie, ausgeruht an Problemlösungen heranzugehen.»

Erfolgsmodell mit Entwicklungspotenzial

Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaft an der HSG, sieht die AHV als Erfolgsmodell, warnt jedoch auch davor, dass es Verbesserungspotenzial hat. Dennoch: «Viele Länder beneiden uns um unser Rentensystem. Darauf sollten wir stolz sein, uns aber immer darum bemühen, es zu verbessern.»

Den Abschluss der Referenten machte Berufsbergführerin Evelyne Binsack, die erst kürzlich von einer Nordpolexpedition zurückgekehrt ist. «Es geht nicht nur alleine um das Erreichen des Ziels, wie beispielsweise den Nordpol. Es geht vor allem auch darum, gemeinsam das Ziel zu erreichen und einander für die Erreichung des Ziels zu helfen. Das ist nur im Team möglich.»