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Wirf nur weg, was weg muss

Ich habe es zwar selten dabei und lasse es auch gerne achtlos irgendwo herumliegen, aber trotzdem liebe ich mein Handy.
Alessia Pagani

Ich habe es zwar selten dabei und lasse es auch gerne achtlos irgendwo herumliegen, aber trotzdem liebe ich mein Handy. Erst vergangene Woche ist mir zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie gross meine Zuneigung für dieses Teil eigentlich wirklich ist – und zwar, als sich mein Handy gegen das Aufladen des Akkus sträubte. Und zwar so lange, bis es den Geist aufgab. Es war spätabends und Panik ist in mir hochgekrochen. Alle Kontakte und – fast noch schlimmer – alle privaten Fotos: weg. Ich habe eine sehr unruhige Nacht verbracht. Zumal mir für die frühen Morgenstunden auch der obligate Handy-Wecker fehlte. Am nächsten Tag habe ich im Internet – natürlich musste ich den verstaubten Laptop hervorkramen und mal wieder starten, was nach so langer Betriebspause alles andere als schnell vonstatten ging – hysterisch nach iPhone-Doktoren gesucht. Nicht aber, bevor ich nicht noch die Tips meiner Mutter und meiner langjährigen Freundin über mich ergehen lassen musste: «Kauf dir doch endlich ein neues, die sind heute so billig», haben sie mir geraten. Wie war ich kurz darauf erleichtert, als ich mich daran erinnerte, dass ich noch ein zweites Kabel besitze. Uns siehe da: Das Handydisplay flackerte, das Gerät funktionierte wieder einwandfrei. Voller Freude erzählte ich die Story meiner Arbeitskollegin. Das einzige, das sie mir entgegnete, war die Frage nach dem Kaufdatum meines «Helferleins». Ihrem lauten Aufschrei nach zu urteilen, scheinen fünf Jahre doch ein stattliches Alter für solche Geräte… «Kauf doch ein neues, die sind so billig», schlug sie vor… Ich bleibe trotz dieser festgefahrenen Meinungen beim alten und gewohnten Teil. Schliesslich habe ich es erst gerade lieben gelernt… Und noch besser: schon bald wird mein Handy den Status eines Oldtimers haben und wer weiss, vielleicht wird es dereinst Spitzenpreise auf einer Antiquitäten-Auktion erzielen.

Genauso handhabe ich es übrigens mit meinen Kleidern. Auch diese werfe ich ungern weg. Und wie froh ich darüber insgeheim doch bin, denn: Momentan ist alles wieder in Mode, das schon einmal der letzte Schrei gewesen ist.

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