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«Wir ziehen Europa in Betracht»

ST.GALLEN/WATTWIL. «Wings In My Heart» – die umfangreichste Rigolo-Produktion seit der Gründung ist in St. Gallen äusserst erfolgreich angelaufen. Die Spielzeit wurde gerade um weitere 20 Vorstellungen verlängert.
Michael Hug
Mädir Eugster freut sich wie ein Lausbub über den Heissluftballon namens «Rigolo». (Bild: Michael Hug)

Mädir Eugster freut sich wie ein Lausbub über den Heissluftballon namens «Rigolo». (Bild: Michael Hug)

ST. GALLEN/WATTWIL. «Poetisch, bildmächtig, ästhetisch und oft geradezu magisch», schreibt die ehrwürdige NZZ nach der Premiere über «Wings In My Heart». Ähnlich tönt es beim St. Galler Tagblatt und beim anzeiger: «Die Schwerkraft bekommt Flügel», «Eine Premiere voller Leichtigkeit, Sinnlichkeit und Poesie». Ebenso euphorisch wie die Schlagzeilen in den Medien hören sich die Aussagen der Zuschauenden an: «Es war phantastisch, grossartige Leistung von allen», sagte Premierenbesucherin Hetty Andreoli. Etwas brachialer drückte es George Kehl aus: «Absolut der Hammer!»

Umfangreichste Show

Seit dem 23. September spielt «Wings In My Heart» im Theater Siebeneck in St. Gallen. Es ist die umfangreichste und kostspieligste Show des Wattwiler Rigolo Swiss Nouveau Cirque seit der Gründung. Mädir Eugster und Lena Roth setzten alles auf eine Karte, denn: «Es ist die letzte Produktion, bei der wir so aktiv mitwirken.» Der Erfolg gibt dem eingegangenen Risiko recht. «Von den ersten zehn Vorstellungen waren neun ausverkauft», sagt Thomas Imboden, beim Rigolo zuständig für das Management. «Aber am meisten staune ich über den im wahrsten Sinn des Wortes tosenden Applaus nach den Vorstellungen. Es gibt regelrechte stehende Ovationen.»

Jungfernfahrt Rigolo-Ballons

Äusserlich gelassener nimmt es der Rigolo-Direktor Mädir Eugster. Doch bei der Jungfernfahrt des Rigolo-Ballons am letzten Sonntag drückte die Begeisterung durch: «Es ist genau das, was ich mit <Wings In My Heart> sagen möchte: Flügel zu bekommen und sich tragen lassen.» Als er zu Pilot Urs Frieden in den Korb stieg, meinte Eugster halb skeptisch, halb scherzhaft: «Ich bin zwar Seiltänzer und an das Nichts unter mir gewohnt, aber das hier wird jetzt doch ein bisschen hoch für mich.» Dann taufte er den Ballon auf den Namen «Rigolo». Der Ballon hob ab und schwebte in nicht allzu grosser Höhe über die Stadt St. Gallen, wo auf dem Olma-Gelände Tausende das weiss-pinke Himmelsgefährt bestaunten.

Nach zehn Vorstellungen in St. Gallen zogen Eugster und sein Team ein erstes Fazit. «Es waren zunächst zwanzig Vorstellungen geplant, mit der Option für weitere zwanzig», sagt Thomas Imboden. Nach diesem Run auf die Vorstellungen blieb nun nur der Entscheid, die Option zu ziehen.

Gastspiel bis zum 23. November

Was für alle Beteiligten, vorab das Ensemble der sieben internationalen Artisten und Musiker, bedeute, dass das Gastspiel bis zum 23. November läuft. Doch es war immer auch die Absicht, «Wings In My Heart» in der ganzen Schweiz zu zeigen. Deshalb laufen auf einer zweiten Schiene auch Verhandlungen mit möglichen Gastspielorten im nächsten Jahr. Imboden: «Das Problem dabei ist, entsprechende Säle, die genug hoch sind, zu finden.»

Karriere abschliessen

Doch der Rigolo denkt weiter: «Für 2016 ziehen wir Europa in Betracht.» Schon jetzt würden sich Veranstalter im Ausland für die Show interessieren, sagt Thomas Imboden. Damit dürfte der kleine Toggenburger Rigolo Swiss Nouveau Cirque den internationalen Durchbruch schaffen. Und in zwei Jahren die 40jährige Karriere der Gründer Lena Roth und Mädir Eugster abschliessen. Die Nachfolgegeneration – drei Töchter – stehen bereits mit mindestens einem Bein im Unternehmen.

Die Aufführungen von «Wings In My Heart» finden noch bis 23. November im Theater Siebeneck der Steiner-Schule in St. Gallen statt. Details und Aufführungsdaten: www.rigolo.ch

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