«Wir wollen zurück in die 1. Liga»

Die Bütschwiler Volleyballer wollen sich diese Saison definitiv verbessern, um den Aufstieg zurück in die 1. Liga zu erreichen. Zu ihnen aufgeschlossen haben letztes Jahr die Damen, die heuer ebenfalls in der zweiten Liga kämpfen.

Rolf Freitag
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Volleyball. Mit dem 4.Platz am Ende der Saison 09/10 wollen sich die Bütschwiler nicht zufrieden geben. Als Absteiger hat man sich eine bessere Bilanz vorgestellt. «Nachdem es in der letzten Saison nicht gerade rund gelaufen ist, gibt es für uns nur eines, möglichst viel gewinnen», gibt Trainerin Karin Bamert den Tarif bekannt. «Ich erwarte im Training 100 Prozent Einsatz. Jeder muss die Erwartungen an sich selber steigern. Dass sich hier etwas positiv geändert hat, haben wir im gewonnenen Cupspiel feststellen können.»

Seriös vorbereiten

Für die 2. Liga beginnt die Saison erst am 23. Oktober, es bleibt also noch genügend Zeit, um sich intensiv vorzubereiten. «Das Turnier in Winterthur gibt uns dann Auskunft, wie weit wir in der Vorbereitung schon gekommen sind. Ich erwarte dann auch, dass jeder auf dem Spielfeld Verantwortung übernimmt,» meint Karin Bamert. Zwei Wochen vor Meisterschaftsbeginn steht noch ein Trainingswochenende bevor.

Eine Stärke von Bütschwil ist gleichzeitig manchmal auch eine Schwäche. «Das Team ist launisch. Es werden unmögliche Punkte geholt, im Gegenzug könnte man manchmal fast wieder verzweifeln. So zeigt sich das Team oft, für den Gegner wie auch für mich als Trainerin, unberechenbar.»

Ausgeglichene Gruppe

Die 2. Liga erweist sich als ausgeglichene Gruppe, in der jeder jeden schlagen kann, was auch die Bütschwiler letztes Jahr erfahren mussten. Als Anwärter auf einen Aufstieg in die 1.

Liga haben Frauenfeld, Volley Amriswil 3, Wil und Smash Winterthur die besten Chancen. Die Chancen für Volley Bütschwil sind intakt, kennen sich die Spieler von der letzten Saison her bestens. Mit den beiden Passeuren Mirco Schnider und Philipp Rageth, sowie Philipp Kammermann, Sebastian Forrer, Bayram Al Hariri, Carsten Kluczynski, Stefan Lang, Silvan Rusch und Captain Tobias Fritsche stehen jeweils lauter Volleyballer aus den eigenen Reihen oder aus dem Toggenburg auf dem Spielfeld.

Weil Volley Bütschwil als einziges Herrenteam aus dem Toggenburg an der Meisterschaft teilnimmt, sollte man als Repräsentant eigentlich in der 1. Liga spielen. Die Trainerin traut ihren Spielern diesen Aufstieg auch zu.

Motivation vorhanden

Karin Bamert beginnt ihre dritte Saison bei Volley Bütschwil voller Ideen, Begeisterung und Optimismus. «Wir haben einige junge Spieler im Team, die wir mitgenommen und gefördert haben. Sie müssen mit Mut und Selbstvertrauen zeigen, was sie beherrschen.

Sie sollen nicht stehen bleiben, sondern einen anderen überholen. Sie müssen versuchen, die älteren, routinierteren Mitspieler zu übertrumpfen, damit auch diese Gas geben», wagt Karin Bamert einen Blick in die Zukunft.

Das ganze Team profitiert natürlich von der grossen Erfahrung, die Karin Bamert als ehemalige KSV-Spielerin mitbringt.

Das Volleyballspiel hat sie bei Volley Bütschwil erlernt, wollte dann einen Schritt weiter kommen und meldete sich aus eigener Initiative beim damaligen NLB-Club KSV Wattwil. Als wertvolle Stütze war sie 1994 massgeblich am erstmaligen Aufstieg des KSVs in die NLA beteiligt.

Mit einem gesunden Fundament

Volley Bütschwil ist ein typischer Dorfclub, wo man sich kennt, am gleichen Strick zieht und miteinander Siege oder Niederlagen hautnah erlebt.

Grossen Wert wird auch auf die Förderung von Knaben und Mädchen gelegt, die Freude am technisch schwierigen Spiel haben und sich über Fortschritte bei Abnahmen, am Block oder bei Smashes freuen können. Vor einiger Zeit hatte man Mühe, auf eigenen Nachwuchs zählen zu können. Mit gezielten Aktionen wie Schnuppertrainings, Besuch in den Turnklassen, Zeitungsinseraten oder Mund-zu-Mund-Propaganda hat man das Tief überwunden.

Stellt sich dann noch ein Spieler oder eine Spielerin aus der ersten Mannschaft fürs Training zur Verfügung, sind Erfolge garantiert. Im Vorstand findet man Aktive oder Ehemalige, die als Idealisten ein Amt übernehmen und so einen geordneten Betrieb gewährleisten.

Frauen in 2. Liga aufgestiegen

Gross war die Freude, als Ende der letzten Saison die Damen als Aufsteigerinnen in die 2. Liga feststanden. «Auch wenn wir heute nur von den Herren reden, sind wir stolz auf dieses Team.

Sie sind auf gleicher Höhe wie wir,» lobt Karin Bamert die Kolleginnen von Volley Bütschwil. Als Trainerin formte Jo Brändli, auch sie eine ehemalige KSV-Spielerin, ihr Team zu einer 2.-Liga-Einheit, die natürlich auch den Ligaerhalt schaffen will. Gespannt darf man auf das Derby gegen Volley Toggenburg 3 sein, wenn Routine gegen Nachwuchs um Punkte und Satzgewinne kämpfen werden.