«Wir wollen gut kommunizieren»

Seit Sommer 2014 ist Fritz Roth Präsident der Kirchenvorsteherschaft Lütisburg. Vorher war er Kassier. Er wusste, welche Arbeit mit dem Zusammenschluss in der Wahl eines Pfarrers auf ihn zukommen würde.

Cecilia Hess-Lombriser
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Fritz Roth Präsident der Kirchen- vorsteherschaft Lütisburg

Fritz Roth Präsident der Kirchen- vorsteherschaft Lütisburg

Fritz Roth, sind Sie bereits mit dem Auftrag gewählt worden, den Zusammenschluss mit der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Unteres Toggenburg anzugehen?

Fritz Roth: Einen Auftrag hatte ich nicht, ich wusste einfach, dass diese Arbeit auf mich zukommen würde. Gesucht habe ich das Amt nicht, aber es liess sich sonst niemand finden und mein Vorgänger, Christoph Rieser, war dankbar, dass ich es übernahm.

Was war schliesslich ausschlaggebend, den Zusammenschluss vorzubereiten?

Roth: Das war der Beschluss der Synode, dass es ab 2016 für Kirchgemeinden unter 1000 Mitglieder keine Gelder aus dem Finanzausgleich geben wird. Wir haben nur knapp 500 Mitglieder. Da jedoch Bütschwil-Mosnang und Ganterschwil im Prozess waren, sich zusammenzuschliessen, baten sie uns, noch zuzuwarten. Die Kantonalkirche hat die Frist verlängert und nachdem die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Unteres Toggenburg gegründet gewesen war, konnten die Gespräche aufgenommen werden.

Gab es bei der Vorbereitung irgendwelche Knackpunkte?

Roth: Diskussionen gab es um den Gottesdienstplan. Wir haben in Lütisburg regelmässig Gottesdienste, Bütschwil und Ganterschwil wechseln sich mehr ab. Wir wollen regelmässige Gottesdienste und für das nächste Jahr ist es uns gelungen, eine gute Basis zu legen und das soll in den nächsten Jahren so bleiben. Alles muss sich entwickeln und wachsen.

Und welche Herausforderungen sind noch zu erwarten?

Roth: Die Kirchgemeinde Unteres Toggenburg lebt bereits mit dem Zusammenschluss. Die konkrete Geschichte beginnt erst mit der Zusammenarbeit, denn noch ist der Zusammenschlussvertrag vage. Es wird eine lange Arbeit werden, um die Bedürfnisse der Mitglieder abzuholen und die Angebote so zu gestalten, dass wir vielen gerecht werden können. Abläufe müssen besprochen werden und wir wollen gut kommunizieren, damit wir miteinander auf dem Weg sein können. Wir müssen auch die Sensibilität entwickeln, um auf die Menschen zuzugehen. Wir wollen jenen Sorge tragen, die unsere Angebote nutzen.

Was dürfte der grösste Gewinn des Zusammenschlusses sein?

Roth: Mit dem Pfarrteam bekommen wir eine neue Ausgangslage. Mit mehreren Mitarbeitern können wir mehr Aspekte abdecken und auf Vorlieben und Stärken Rücksicht nehmen. Jede Pfarrperson bleibt dabei der Ansprechpartner in seinem Gemeindeteil. Gewisse Angebote können wir in einem grösseren Verband ausprobieren und daraus kann sich entwickeln, was die Kirche vielfältiger macht.