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«Wir wollen einen Dorfchor»

Nach dem Aus des Männerchors Eintracht und des Frauenchors Speicher gibt es nun eine Nachfolgelösung: Ein gemischter Chor soll entstehen. Mitglieder werden gesucht.
Astrid Zysset
Sie machen sich für den neuen Chor stark: Monika Gubler, Speicher, Edith Weber, Trogen, und Hanspeter Lanker, Speicher. (Bild: ASZ)

Sie machen sich für den neuen Chor stark: Monika Gubler, Speicher, Edith Weber, Trogen, und Hanspeter Lanker, Speicher. (Bild: ASZ)

Die Situation sieht düster aus: Weder in Speicher noch in Trogen gibt es derzeit – abgesehen vom Jodelchörli Speicher – einen Chor. In Trogen gibt es schon länger kein entsprechendes Angebot mehr, der Frauenchor Speicher wie auch der Männerchor Eintracht Speicher haben im Juni ihre Auflösung bekanntgegeben. Grund: Beide Chöre konnten keine Neuzugänge mehr verzeichnen. Der Männerchor Eintracht zählte zum Schluss noch 15 Mitglieder, der Frauenchor deren 14. «Waren einige dann jeweils noch krankheits- oder ferienbedingt abwesend, wurde eine reguläre Probe schwierig», erläutert Monika Gubler, einst Mitglied des Frauenchors. Und Hanspeter Lanker ergänzt: «In solchen Situationen wurden einzelne Sänger jeweils zu Solisten. Das aber wollten wir auch nicht.» Kurzum: Ein neuer gemischter Chor soll entstehen. Und zwar möglichst bald. «Die Leute sollen sich nicht daran gewöhnen, dass es bei uns keinen Chor mehr gibt», so Gubler. Darum ist es der Wunsch der Initianten, dass bereits im September erste Schnupper-Proben des neuen Chors Speicher-Trogen stattfinden können.

Und welche musikalische Richtung soll der neue Chor nun pflegen? Volkslieder, Poppiges, und auch Geistliches, sind sich die Initianten einig. «Wir wollen keine ausserordentlich hochstehenden Werke einstudieren», führt Gubler aus. Vielmehr soll der Chor Leute ansprechen, die einfach gerne singen. Vorsingen müssten Interessierte nicht, auch die Noten zu kennen sei keine Voraussetzung. «Was uns vorschwebt, ist die Gründung eines Chors, in welchem jeder willkommen ist, der Freude an der Musik hat», so Lanker. Einmal pro Woche würde geprobt, vor Konzerten oder Ständchen gäbe es allenfalls eine zusätzliche Probe. «Der Aufwand soll sich in Grenzen halten», wirft Edith Weber ein. Angesprochen seien vor allem auch jüngere Leute, denn ein «Seniorenchor wollen wir nicht werden».

Ein Neuanfang für die ehemaligen Mitglieder

Bereits haben einige Ehemalige des Männer- wie auch des Frauenchors Interesse am neuen Chor angekündigt. «Für einen Start könnten wir auf etwa 18 Sänger und Sängerinnen zählen», schätzt Gubler. Doch es wird ein «Grundstöckli» von 24 bis 30 Personen angestrebt. «Ich bin Optimistin und glaube, dass das möglich ist.» Doch, was ist, wenn sich nicht genug Interessierte melden? Lanker seufzt: «Dann müssen wir uns ernsthaft überlegen, wie es weitergehen soll.»

Doch warum hat der Männerchor Eintracht nicht einfach mit dem Frauenchor fusioniert? «Das wollten wir nicht», so Gubler. Die einzelnen Vereinsstrukturen und Traditionen aufzubrechen, wäre zu schwierig gewesen. «Als wir für ein Konzert zusammengearbeitet hatten, gab es etliche unterschiedliche Meinungen. Der Männerchor hatte sein fixes Programm, wie sie es immer machten. Und wir vom Frauenchor hatten dann Mühe, uns in ihr Schema zu fügen.» Darum waren sich die verbliebenen Mitglieder beider Vereine einig: Eine Fusion kommt nicht in Frage. Es soll etwas Neues entstehen.

An einem Informationsanlass am kommenden Mittwoch, 22. August, können Interessierte einen ersten Einblick gewinnen. Bereits läuft die Ausschreibung für einen Dirigenten oder eine Dirigentin. Anschliessend soll auch ein Vorstand gewählt werden. «Wir möchten baldmöglichst mit Singen beginnen.» Der Zeitplan ist eng, der Idealismus gross. «Den braucht es aber sowieso, um überhaupt einen Verein am Laufen zu halten », so Gubler. «Aber einen Chor brauchen wir – ohne einen solchen fehlt in Speicher und Trogen einfach etwas.»

Hinweis

Der Informationsanlass findet am Mittwoch, 22. August, um 20 Uhr in der Aula des Zentralschulhauses Speicher statt. Interessierte sind willkommen.

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