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«Wir sind kein typischer Chor»

Heute Abend beginnt in Appenzell das A-Cappella-Festival. Der Baselbieter Chor Klangtastisch stellt den ersten Programmpunkt dar. Leadsänger Dani Kalt weiss genau, wie a cappella geht.
Yann Lengacher
Der 47-jährige Dani Kalt ist der Leadsänger von Klangtastisch. (Bild: PD)

Der 47-jährige Dani Kalt ist der Leadsänger von Klangtastisch. (Bild: PD)

Als Solokünstler brachte Dani Kalt drei Alben heraus und trat mit seiner Band schon als Vorgruppe von DJ Bobo und im Musikantenstadl auf. Heute ist er der Leadsänger von «Klangtastisch». Die 40-köpfige Musikgruppe verzichtet als A-cappella-Chor gänzlich auf Instrumente. Heute Abend eröffnet Dani Kalt mit seinem Chor das A-cappella-Festival. Der erfahrene Musiker spricht über die Schönheit der A-cappella-Musik, aber auch über ihre Herausforderungen.

Dani Kalt, worin liegt der Reiz der A-cappella-Musik?

Schon in meiner Jugend war ich in einem Chor, in dem zweistimmig gesungen wurde. Mit meiner Stimme Vielseitigkeit zu schaffen, hat mich immer fasziniert. Irgendwann begannen wir, ein Instrument nach dem anderen durch eine Stimme zu ersetzen. Bald brauchten wir keine Instrumente mehr – trotzdem klangen die Songs noch gut.

Steht in Ihrem Chor jede Person für ein Instrument?

Wir sind in zwölf Stimmregister aufgeteilt, ausser es singt jemand falsch, dann sind es mehr (lacht). In den einzelnen Sektionen singen beispielsweise drei Leute Sopran oder Alt. Mit diesen Sektionen kann ich schliesslich die einzelnen Arrangements bauen.

Wie lange müssen Sie proben, bis ein Lied sitzt?

Wir sind kein typischer Chor. Wir proben immer ein komplett neues Programm, das bis zu 24 Songs umfassen kann. Bis alles sitzt, kann es ein Jahr gehen, denn wir singen auf der Bühne alles auswendig und ohne Noten.

Welches sind die anspruchsvollsten zu imitierenden Instrumente oder Tonlagen?

Ich glaube nicht, dass die grösste Herausforderung das Treffen einer Tonlage oder das Imitieren eines Instruments ist. Die grösste Schwierigkeit besteht darin, die 40 Leute perfekt abzustimmen, sodass jedes Chormitglied spürt, wohin es mit seiner Stimme gehört. Damit es zu einem Teil des Gesamtbilds wird.

Welche Lieder zeichnen Klangtastisch aus?

Wir übersetzen auf der Bühne Hits vom Englischen ins Schweizerdeutsche. «Rhythm Of The Night» heisst bei uns «Rhythmus vo de Nacht». Wir singen nur auf Schweizerdeutsch, so versteht uns auch das Publikum viel besser, wenn wir singen. Nur bei einem Lied machen wir eine Ausnahme: «Lemon Tree». Auch Medleys gehören zu unserem Programm, in vier Minuten können wir zum Beispiel das ganze «Grease»-Musical singen.

Haben Sie für das Festival in Appenzell ein spezielles Programm eingeprobt?

In den 45 Minuten spielen wir unter anderem drei Medleys, eines davon widmet sich den grössten Disney-Hits, ein anderes ist im 50er-Jahre-Stil gehalten. In unserem Auftritt wird sehr viel Bewegung sein, denn wir studieren auch immer Choreografien ein. Wir wollen jedenfalls ein Feuerwerk an Melodien und Stücken zünden.

Hinweis

Das A-capella-Festival beginnt heute Abend um 19.30 Uhr.

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