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Wir sehen uns – am 22. Dezember in Wildhaus

Wie kann man bloss . . . Sich bei so schönem frühherbstlichem Wetter mit Gedenkanlässen befassen: Aber wenn ich die Filmtexte nicht jetzt zusammenstelle, entsteht die französische Fassung des Doku-Films zu Bruder Klaus, Zwingli und Calvin nicht.
Hans Jörg Fehle
Hans Jörg Fehle, reformierter Pfarrer in Wattwil. (Bild: PD)

Hans Jörg Fehle, reformierter Pfarrer in Wattwil. (Bild: PD)

Wie kann man bloss . . . Sich bei so schönem frühherbstlichem Wetter mit Gedenkanlässen befassen: Aber wenn ich die Filmtexte nicht jetzt zusammenstelle, entsteht die französische Fassung des Doku-Films zu Bruder Klaus, Zwingli und Calvin nicht. Und der soll Ende November dreisprachig auf den Markt. – Und wenn wir nicht jetzt die Weichen stellen, haben wir vom 21. bis 23. Dezember in Wildhaus nichts Gescheites zu bieten.

Um den 22. Dezember in Wildhaus? – Am 3. November geht von Genf aus ein Geschichten-Truck auf Reisen. Der sucht bis im Mai 2017 wichtige Orte der Reformation in ganz Europa auf, bis er dann in Wittenberg einmündet. Zu diesen 68 Orten zählt auch Wildhaus, das vom 21. bis 23. Dezember Station ist. Nicht dass das selbstverständlich wäre: Als wir uns zum ersten Mal meldeten, meinte einer, in Wildhaus sei doch gar nichts passiert. Da sei Zwingli doch ganz katholisch gewesen, aus einer papsttreuen Familie. – Als ich dagegen hielt und sagte, auch ein Reformator müsse erst einmal geboren sein, bevor er reformieren könne, und niemand komme aus luftleerem Raum, löste ich leichte Irritation aus.

Dabei stimmt es doch: Die einen werden Reformatoren, andere Bischöfe; wieder andere Handlanger oder Chefinnen. Aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind geboren worden, unverwechselbar, zu einer bestimmten Stunde, von ihrer Mutter. Und ohne das Beziehungsgeflecht des Anfangs hätten sie und wir alle nicht überlebt. Und dieses Geflecht ist nicht nur prägend am Anfang, sondern es trägt uns ein ganzes Leben lang. Auch wenn wir uns später manchmal anders aufführen: Selbst gemacht ist keiner.

Darum freue ich mich am Motto der Station Wildhaus: «Wir Menschen sind Geborene». Wer schon jetzt etwas zum Programm wissen will, soll sich bei mir melden. Aber wichtiger ist, dass Sie sich den Termin eintragen und zumindest am 22. Dezember nach Wildhaus kommen. Reformiert oder katholisch – egal. Wir sind alle Geborene. Und das während des Tages zu bedenken und es «Dasein-froh» an einer abendlichen Stubete zu feiern, ist doch was.

Zwei Tage vor dem Geburtsfest Jesu, nah an Zwinglis Geburtstag vom 1. Januar 1484 und an der Schwelle zu 600 Jahre Bruder Klaus, der 1417 zur Welt gekommen ist.

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