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Waldstatt: Ein Stall voller Kühe mit hoher Leistungsfähigkeit

Die Kühe der Familie Knellwolf erreichen regelmässig ein hohes Alter. Bereits zwölfmal wurden Tiere mit über 100000 Liter Milchleistung ausgezeichnet.
Martin Brunner
Karin und Josef Knellwolf haben Freude an ihren Kühen Adona (links) und Alpina. (Bild: Martin Brunner)

Karin und Josef Knellwolf haben Freude an ihren Kühen Adona (links) und Alpina. (Bild: Martin Brunner)

In aller Ruhe steht Adona auf der Weide zwischen Wohnhaus und Stall der Familie Knellwolf im Oberen Grund in Waldstatt. Sie lässt sich auch nicht besonders beeindrucken, wenn sie sich fürs Foto in die andere Richtung drehen sollte. «Das passt zu Adona», sagt Josef Knellwolf. «Früher strapazierte sie unsere Nerven ab und zu, weil sie zum Beispiel einfach nicht von der Weide kommen wollte. Grundsätzlich ist sie aber eine friedliche und gut funktionierende Kuh, die zuverlässig jedes Jahr gekalbt hat und ihr Zuchtziel mehr als erreicht hat.»

Adona wurde am 2. November 2001 geboren und hat in ihren 17 Lebensjahren 14-mal gekalbt, dreimal davon Zwillinge. Bei der Milchleistung passt sie in den Stalldurchschnitt von rund 8500 Litern, die zu Appenzeller Käse verarbeitet werden. Das ergibt eine Lebensleistung von 123000 Litern Milch. Sie gehört damit zu jenen zwölf Kühen Knellwolfs, die bisher für ihre Milchleistung von über 100 000 Litern geehrt wurden. An der diesjährigen Viehschau konnten Knellwolfs fünf Generationen von Adona zeigen. Eine ihrer weiteren Töchter ist die zwölfjährige Alpina. Sie gebar bis heute elf Kälbchen und kommt auf eine Milchleistung von 87000 Litern.

Langlebigkeit lohnt sich

Knellwolfs Rezept für seine immer wieder langlebigen Tiere ist Geduld. «Wir geben den Kühen Zeit», erzählt er. «Das ist vor allem dann wichtig, wenn eine Kuh einmal ein Tief hat und mehr Pflege braucht als andere, zum Beispiel mit den Klauen. Oder sie braucht etwas mehr Zeit, bis sie wieder trächtig wird.» Er mag es aber auch, wenn er die Kühe immer besser kennen lernt, ihre Vorlieben und Macken kennt und dadurch mit ihnen gut auskommen kann. Er sieht zudem einen wirtschaftlichen Grund für langlebige Kühe. «Die ersten 2,5 Jahre entstehen nur Aufzuchtkosten. Erst nach der vierten Abkalbung wird eine Kuh wirtschaftlich interessant.» Dass Kühe im Alter vielleicht wieder etwas mehr Pflege brauchen, nimmt er bis zu einem gewissen Grad gerne in Kauf. Denn das Weggeben ist für ihn immer ein schwieriger Moment. Nicht zuletzt sieht er seine Einstellung auch als Zeichen an die Jungen. «Wir sollten nicht immer gleich aufgeben, wenn eine Kuh nicht mehr zu 100 Prozent funktioniert. Aber ich weiss auch, dass eine Portion Glück nötig ist.»

Bei Knellwolfs geht es aber nicht nur um die Langlebigkeit der Kühe. Die Zucht hat grundsätzlich einen hohen Stellenwert. «Unser Ziel ist es, dass in unserem Stall nur selber gezüchtete Tiere stehen», sagt der Landwirt. «Zudem ist die Aufzucht eines unserer Standbeine. In sie stecken wir viel Herzblut.» Den Lohn für seine Arbeit bekommt er dann, wenn seine Tiere in den Verkauf kommen und die Abnehmer zufrieden sind. Zudem gab’s auch schon die einen und anderen Preise an der Viehschau in Waldstatt oder an der Züchtergruppenausstellung.

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