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Nationalrätin Petra Gössi besucht die Feierlichkeiten in Heiden: «Wir jammern auf hohem Niveau»

Petra Gössi hebt in ihrer Festrede zum Nationalfeiertag den Gemeinsinn hervor. Die FDP-Parteipräsidentin ruft aber auch zu Demut und Dankbarkeit auf.
Mit kleinen Anekdoten brachte FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi die Zuhörer immer wieder zum Lachen. Bild: PAG

Mit kleinen Anekdoten brachte FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi die Zuhörer immer wieder zum Lachen. Bild: PAG

Der Nationalfeiertag ist mitunter derjenige Tag im Jahr, an dem Gemeinden, Vereine und Organisationen Redner einladen, die zum Geburtstag der Schweizer Eidgenossenschaft ihre Gedanken kundtun. So tat dies auch der Kurverein Heiden, der FDP-Parteipräsidentin Petra Gössi ins Vorderland einlud. Kurvereinspräsident Max Frischknecht freute sich über den prominenten Gast:

«Petra Gössi ist eine der profiliertesten Politikerinnen des Landes.»

Am Morgen noch eine Rede haltend auf dem Grossen Mythen im Kanton Schwyz, stellte Gössi am Abend auf dem Heidler Dunantplatz den Zusammenhalt der Schweiz und ihrer Bürger ins Zentrum. Trotz einer grossen regionalen, kulturellen und sprachlichen Spannweite hätten es die Schweizer geschafft, seit über 150 Jahren in Frieden und Harmonie zu leben.

«Dieser soziale Frieden und der Gemeinsinn machen uns stark.»

Gössi merkte an, dass bereits im Bundesbrief aus dem Jahr 1291 darauf verwiesen wird. «Schon damals hat man gewusst, dass wir nur gemeinsam vorwärtskommen und dass wir aufeinander hören müssen. Alles andere blockiert und verhindert.» Obwohl Petra Gössi zu Beginn der Rede andeutete, nicht über Politik sprechen zu wollen, schlug sie hier den Bogen:

«Politik muss auf Veränderungen eingehen und Lösungen anbieten.»

Ansätze würden dabei nicht in einer Verbotspolitik liegen, sondern «in einer freiheitsschaffenden, liberalen Grundordnung».

«Es braucht Dankbarkeit und Demut»

Die 43-Jährige rief dazu auf, mutig vorwärtszugehen und den Realitäten in die Augen zu sehen. «Alles andere ist reaktionär.» Gössi hob die Bedeutung und das Privileg hervor, ein Schweizer Bürger zu sein, der in Sicherheit und Wohlstand leben kann.

«Bürgerin oder Bürger dieses Landes zu sein ist schlicht Glück. Dieses Glück ist aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit.»

Gössi mahnte, Sorge zu jenen Werten zu tragen, die die Schweiz vorwärtsgebracht haben: «Weitblick, Konsens- und Kompromissfindung in der Politik, Innovationsgeist und Fleiss in der Wirtschaft, Forschung und Bildung. Und das gelebte Miteinander in Kultur, Sport und Gesellschaft.» Die langjährige Politikerin erhob allerdings auch den Mahnfinger und sagte zu den Zuhörenden:

«Vergessen wir nicht, dass es auch immer eine gesunde Portion Dankbarkeit, Bescheidenheit und vor allem auch Demut braucht.»

Gössi verwies auf eine Umfrage wonach wir Schweizer dazu neigen, einen «überdramatisierten» Blick auf die Welt zu haben. «Wir müssen uns bewusst sein, dass wir auf einem hohen Niveau jammern.» Nur dies lasse Raum für Dankbarkeit. Petra Gössis offene und freundliche Art wurde von den zahlreichen Anwesenden mit viel Applaus goutiert.

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