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Wir haben wohl ein Spital zu viel

Das Komitee pro Spital Heiden hat einen echten Unterschriften-Orkan entfacht, und sage und schreibe 12 084 Signaturen sind auf den Schreibtischen der Regierung gelandet. Aber keine Bange, unter dieser Last werden die Pulte nicht einknicken, das Gewicht ist zu bescheiden. Schwergewichtig wäre die Aktion, wenn jede unterzeichnende Person gleich noch 400 Franken beigelegt hätte. Damit liesse sich etwa das Jahresdefizit des zu erhaltenden Spitals decken. Und da beinahe die Hälfte der Unterzeichnenden Ausserkantonale sind, die hier keine Steuern bezahlen, hätten die Einheimischen gar 750 Franken an ihre Unterschrift heften müssen. Und das im nächsten und in den kommenden Jahren wieder. Hoffentlich abnehmend, aber immer noch sehr schmerzhaft. Ja, es ist einfach, etwas zu verlangen, was andere bezahlen müssen. Regierungsrat und Kantonsrat tun gut daran, sich nicht von ihrer wahren Aufgabe ablenken zu lassen. Die heisst nicht, ein Spital zu erhalten, das einer effizienten und langfristig ausgerichteten Gesundheitsstrategie in die Quere kommt und dauernd Steuergelder verschlingt. Die Aufgabe ist es, das Gesundheitswesen erschwinglich auf die Zukunft auszurichten. Unsere Gesellschaft ist längst mobil geworden. Auch in Heiden. 800 pen­deln dort täglich zu und 900 weg. Muss da im Dorf wirklich noch ein Spital stehen? Wir haben wohl eines zu viel.

Andreas Bosshard, Herisau

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