«Wir haben keine Adressen von ­Prominenten»

Nachgefragt

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Wenn Promis den Alpstein besuchen, bewegen sie sich vorab auf Innerrhoder Boden. Ob man angesichts dessen von Ausser­rhoden aus etwas eifersüchtig zu den Nachbarn schielt, verneint Urs Berger, Geschäftsführer von Appenzellerland Tourismus AR.

Urs Berger, wie erklären Sie sich, dass in letzter Zeit immer wieder Prominente den Weg in Richtung Alpstein finden?

Ich müsste jetzt natürlich sagen, es sei wegen der guten Werbung, doch das wäre gelogen. Es ist purer Zufall.

Also, man wirbt nicht gezielt um Promis?

Nein, unsere Medienstellen sind sehr bescheiden, wir haben keine Adressen von Prominenten wie Roger Federer oder Ashton Kutcher. Doch offenbar wissen sie, wo es schön ist.

Wie hilfreich ist es für den Tourismus, wenn solch Prominente hierherfinden?

Es kann durchaus eine gewisse Sogwirkung haben. Dies vor allem dann, wenn sie ihren Besuch in den sozialen Medien festhalten. Doch wir müssen auch realistisch sein. Hunderte von Fans pilgern deswegen nachher nicht hierher.

Wäre es denn nicht eine Chance für den Tourismus, diese Besuche noch mehr auszunutzen?

Ich denke, wir halten uns ganz bewusst zurück. An gewissen Orten haben wir schon einen grossen Rummel.

Hat man womöglich auch Angst davor, dass das Appenzellerland plötzlich als eine Region für die Schönen und Reichen wahrgenommen werden könnte?

Ich glaube nicht. Für die gesamte «Cüpliwelt» hätten wir die Infrastruktur gar nicht.

Nun ist es ja so, dass sich die Stars mehrheitlich auf Inner­rhoder Boden bewegen, wenn sie den Alpstein besuchen. Eifersüchtig?

Nein, denn es ist zu hoffen, dass sie den Blick auch nach Ausserrhoden schweifen lassen und so sehen, wo es auch noch schön sein könnte.

Welchen Promi würden Sie gerne antreffen? Den Sänger von Placebo. (rf)

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