«Wir brauchen die Schulräume»

GÄHWIL. Das alte Gähwiler Schulhaus an der Hauptstrasse wurde 1898 erbaut und ist sanierungsbedürftig. Schon in knapp zehn Tagen stimmen die Schulbürgerinnen und Schulbürger über das die Sanierung betreffende Gutachten an der Urne ab.

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Werner Messmer Schulratspräsident Primarschule Gähwil

Werner Messmer Schulratspräsident Primarschule Gähwil

Das alte Gähwiler Schulhaus an der Hauptstrasse wurde 1898 erbaut und ist sanierungsbedürftig. Schon in knapp zehn Tagen stimmen die Schulbürgerinnen und Schulbürger über das die Sanierung betreffende Gutachten an der Urne ab. Deshalb gab Werner Messmer am Mittwoch im Mehrzweckgebäude Silberwis nochmal einen Überblick über die nötigen Arbeiten und nannte auch die dazugehörigen Zahlen. Der Kostenvoranschlag rechnet mit einer gesamten Summe von 1 085 000 Franken.

Denkmalpflege hat Finger drauf

Die Kosten der Innensanierung stiessen einigen Anwesenden etwas sauer auf. Erst im letzten Herbst hat man die Sanierung der Aussenfassade beendet. Zusammen mit den Kosten für die Innensanierung könnte man, so ein Votant, ja beinahe ein neues Gebäude bauen. Das konnte auch Werner Messmer nicht bestreiten, jedoch dürfe nicht vergessen werden, dass das alte Schulhaus von der kantonalen Denkmalpflege als schützenswert Kategorie 1 eingestuft worden sei. Das erschwert teilweise die Sanierung, da gewisse Teile des Gebäudes nicht gross verändert werden dürfen. So müssen die Aussenwände beispielsweise nach der Isolierung wieder angebracht werden.

Die grössten finanziellen Brocken in der Sanierung betreffen laut Kostenzusammenstellung unter anderem die Elektroanlagen (95 000 Franken), die Heizungsanlage (110 000) mit Anschluss an das Fernwärmenetz (25 000), die Schreinerarbeiten (217 000), die Bodenbeläge (87 000) sowie die Kosten für Architekt und Bauleitung (115 000). Werner Messmer zeigte einige Bilder aus dem alten Schulhaus, welche den Sanierungsbedarf klar auswiesen. Die Elektroanlagen sind teilweise extrem veraltet. An einigen Wänden macht sich bereits Schimmel breit, der Heizungsboiler rostet und ein Blick in das Bad einer der Wohnungen, welche sich im Schulhaus befinden, katapultierte die Anwesenden weit in die Vergangenheit. Klein, fensterlos und mit grünen Fliesen erinnerte es an Bäder von vor einigen Jahrzehnten. Ein weiteres Problem stellen die Schulküchen dar. 75 000 Franken sieht der Voranschlag für die Sanierung dieser Räume vor. «Die Geräte sind nicht nur veraltet, sie funktionieren teilweise auch nicht mehr.» Das und die kalten Böden verhinderten, dass die Küchen in letzter Zeit überhaupt noch genutzt wurden. «Wenn wir das Angebot eines Mittagstisches wirklich ausbauen wollen, brauchen wir funktionstüchtige Küchen.»

Sanierung wirklich nötig?

In der Umfrage meldete sich ein weiterer Gähwiler mit der Frage, ob es denn noch nötig sei, jetzt das Schulhaus zu sanieren, wenn die Schule im Zuge der Einheitsgemeinde sowieso bald in die Politische Gemeinde inkorporiert werde. «Das hat nichts damit zu tun», antwortete Werner Messmer. Die Sanierung sei jetzt nötig, und die Räume, welche alle in mehr als sanierungsbedürftigem Zustand seien, würden für die künftige Entwicklung der Schule dringend benötigt. Das gehe aus der Schulraumplanung von 2013 hervor. (masi)