Winterliches Markttreiben genossen

Stände mit Selbstgemachtem, Kerzen ziehen und Lebkuchen verzieren machten den 27. Brunnödliger Weihnachtsmarkt zum Erlebnis für Gross und Klein. Der Kälte entliehen konnten die Besucherinnen und Besucher in der Kirche bei einem besinnlichen Konzert.

Cornelia Forrer
Drucken

Brunnadern. Rechtzeitig zum Markttreiben hatte sich Schnee angemeldet. Der Brunnödliger Weihnachtsmarkt wurde auch darum zum besonderen Erlebnis für Gross und Klein. Seit bald 30 Jahren sind das Interesse und die Begeisterung für den Markt ungetrübt.

Nicht «08/15»

Es ist kalt und es hat geschneit. Die Bäume sehen aus wie leicht gezuckert und lassen die adventliche Beleuchtung in märchenhaftem Licht erscheinen. Zimt-, Orangen- und Kaffeedüfte strömen durch die Luft. In der Ferne sind weihnächtliche Klänge zu vernehmen.

Die Strassen sind voller zufriedener Menschen in allen Alterskategorien. Gut in ihre Mäntel und Stiefel gepackt und mit Handschuhen und Mützen geschützt, bewegen sie sich durch die Stände. Der Brunnödliger Markt mag weiterhin zu verzaubern, ist er doch seit 27 Jahren beliebter Treffpunkt im Adventsprogramm. «Es ist kein 08/15-Markt, wie man es andernorts sieht», erklärt eine Dame, die sich outet, noch keinen Weihnachtsmarkt verpasst zu haben.

Etwas einfacher und kleiner sei es anfangs schon gewesen – nicht vergleichbar mit den heutigen Verhältnissen, wo jeweils ein Rahmenprogramm das Angebot des Marktes um einiges attraktiver mache.

Buntes Rahmenprogramm

Kurt Ott, Käthi Kaufmann und Elisabeth Pfulg überraschten mit weihnächtlichen Klängen in der Kirche. Wer dachte, dass Alphorn, Panflöte und Orgel sich nicht kombinieren liessen, lag falsch.

Die drei Musiker überzeugten ihr Publikum mit rhythmischen und besinnlichen Melodien und mit Neuauflagen alter Lieder. In der Bäckerei waren kleine Zuckerkünstler am Verzieren ihrer Lebkuchen. Köstliche Backwaren wurden im Pizzaofen im Freien hergestellt und verkauft. Eine Dame in Appenzeller Tracht zauberte im Volg ihren Liebsten ein Älpler-Fondue, von dem gerne gekostet wurde.

Klamme Finger und rote Ohren

Kaum ein Stand, an dem nicht etwas probiert, Informationen ausgetauscht oder gleich handfest gearbeitet werden konnte. Der Büscheler war unter Aufsicht der Marktfahrenden ebenfalls am Werk. Die Pfadi testete die Geschicklichkeit der Nussknackenden und im Unterstand der Schüür konnten unter Aufsicht Kerzen gezogen werden. Die Kleinsten freuten sich auf den Besuch des Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht und streichelten erfreut die Alpakas der Nordfarm.

Filigran geflochtene Kränze, Krippenfiguren und Adventsgestecke wechselten die Besitzer, daneben Schmuck und Geschenksartikel aller Art. Die Finger fühlten sich nun klamm an und die Ohren waren gerötet. Zeit, sich in der Schüür oder in einer der anderen Marktbeizli einen Punsch zu genehmigen, um dann die Einkaufstour fortzusetzen.

Aktuelle Nachrichten