Winterjournal

Eine Lebensbeichte ganz aus der Warte des Körpers. Paul Auster scannt seinen Körper. Und jeder Scan bringt ein Stück seiner Vergangenheit zurück. So versetzt ihn die Narbe an seiner Augenbraue in den Turnunterricht als Jugendlicher zurück, wo er mit voller Wucht gegen eine Mauer rannte.

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SGT-TT00-2308-040

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Eine Lebensbeichte ganz aus der Warte des Körpers. Paul Auster scannt seinen Körper. Und jeder Scan bringt ein Stück seiner Vergangenheit zurück. So versetzt ihn die Narbe an seiner Augenbraue in den Turnunterricht als Jugendlicher zurück, wo er mit voller Wucht gegen eine Mauer rannte. Eine andere Narbe am Kinn ist ihm hingegen unerklärlich und – wie er schreibt – wohl von «unsichtbarer Hand» entstanden. Auster erinnert sich anhand seines Körpers an kleine Episoden, und setzt seine Lebensgeschichte aus kleinen Puzzleteilchen zusammen. Paul Auster spricht aus, was sein Körper und seine Glieder im Verlauf eines langen Lebens getan haben. Er sinniert über die unendliche Empfindlichkeit jenes physischen Systems, das uns am Leben erhält und über das wir so wenig nachdenken, solange es funktioniert. Er lässt seine Liebesbeziehungen Revue passieren, die Kinder, ihr Aufwachsen, ihre Selbständigkeit, die Blessuren, die Krankheiten, einige Begegnungen mit dem Tod.

«Winterjournal» ist eine emotional mitreissende, einen mit den ersten Zeilen packende Autobiographie, aber keine konventionelle, sondern höchste literarische Kunst: voll philosophischer Betrachtungen, poetischer Impressionen und intimer Einsichten in Paul Austers Arbeiten.

Paul Auster: Winterjournal, Rowohlt, 253 Seiten Öffnungszeiten: Dienstag 16 bis 20 Uhr Donnerstag 15.30 bis 17.30 Uhr Samstag 9 bis 11 Uhr In den Schulferien nur samstags www.biblioludo-ek.ch

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