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WILDHAUS: "Kunst ist ein Fass ohne Boden"

Im Sunnehus in Wildhaus wird nächsten Samstag, dem 10. März, um 16 Uhr, die Vernissage der Künstlerin Marianna Wyss-Fent stattfinden. Diese stellt den Auftakt ihrer Ausstellung dar.
Noëlle Lee
Marianna Wyss-Fent vor einer ihrer Bilderstrecken aus Ölfarbe. (Bild: Noëlle Lee)

Marianna Wyss-Fent vor einer ihrer Bilderstrecken aus Ölfarbe. (Bild: Noëlle Lee)

«Farben des Lebens», so heisst Marianna Wyss-Fents Ausstellung, welche nächsten Samstag, 10. März, beginnt und bis zum 18. November im Sunnehus in Wildhaus besucht werden kann. Der Name der Ausstellung ergibt Sinn, schliesslich stammen die gezeigten Werke alle aus verschiedenen Phasen aus dem Leben der Künstlerin und unterscheiden sich nicht nur in der Technik, sondern auch im Thema. Jedes Bild, an dem man in den Gängen und im Treppenhaus vorbeigeht, birgt eine neue Überraschung. Es hängen Portraits neben Acrylbildern, die Berge zeigen, und es reihen sich Aquarelle mit Blumenmustern an abstrakte Ölgemälde. Marianna Wyss-Fents Kunst lässt sich in keine Kategorie zwängen oder mit einem Wort oder Satz beschreiben, dafür ist sie zu vielfältig. Müsste die Künstlerin aber genau das tun, dann wäre dies ihre Beschreibung: «Malen ist eine andere Art zu denken. Meine Bilder zeigen die Unmöglichkeit, etwas endgültig abzubilden.»

Intuitiv, aber sonst strukturiert

Während andere Kinder Tagebuch schrieben und von ihren Erlebnissen und Problemen berichteten, malte Frau Wyss-Fent. Schon in ihrer Kindheit verspürte sie einen inneren Drang zu malen und ihre Bilder für sie sprechen und erzählen zu lassen.

Obwohl sie zunächst, während des Erwachsenwerdens, einen anderen Pfad einschlug und sich zur Kindergärtnerin ausbilden liess, fand sie nach der Geburt ihrer eigenen vier Kinder und einer massgebenden Zeit als Mutter wieder zur Quelle zurück. Sie nahm die Ausbildung zur Mal- und Kunsttherapeutin in Angriff und begann auch selbst wieder zu malen. «Normalerweise mag ich Struktur. Sei es in meiner Arbeit oder im sonstigen Leben. Das Malen gibt mir aber einen guten Ausgleich dazu und einen Ort, an dem ich die Zeit vergessen kann», begründet die leidenschaftliche Künstlerin ihre Leidenschaft.

Marianna Wyss-Fent bezeichnet sich selber als intuitive Malerin. Gibt es ein Thema, welches sie gerne kreativ umsetzen würde, lässt sie sich völlig davon leiten. Die Künstlerin erforscht das Thema und leuchtet es aus unterschiedlichen Perspektiven aus, doch schlussendlich bestimmt das Thema die Art und Weise, wie es umgesetzt wird.

«Jedes Bild braucht einen anderen Raum, ein anderes Medium, um das zu erzählen, was es will», erklärt Marianna Wyss-Fent. Deshalb arbeitet sie mit so vielen Techniken und Materialien. Die grosse Vielfalt, die dadurch entsteht, macht die Ausstellung spannend und abwechslungsreich.

Etwas Schönes und etwas Gutes

Auf die Frage, was ihr bei ihrer Kunst besonders wichtig ist, antwortet Marianna Wyss-Fent mit einem Seufzen. «Über Kunst zu reden ist schwierig, es ist ein Fass ohne Boden.» Doch was ein gutes Bild ausmacht, das weiss die Künstlerin ganz genau. «Wenn ein Bild gut ist, dann braucht es keine Erklärung vom Künstler oder irgendjemandem sonst. Das Bild spricht ganz von selbst und erzählt seine Geschichte. Schliesslich wohnt darin auch ein kleines Stückchen Seele.»

Vor allem die Fotoarbeit im obersten Stock der Ausstellung erzählt unzählige Geschichten. Man kann sie in den Augen der sonst im Foto erstarrten Menschen lesen. Sie alle traf Marianna Wyss-Fent während ihres Aufenthalts in Brasilien. Die Porträtierten sind Unterstützer oder Unterstützte der verschiedenen Hilfsprojekte, die der Verein «CARLO MARCHINI Schweiz» unterstützt. Während ihrer Zeit in Brasilien lernte Marianna Wyss-Fent sie kennen und erhielt einen Einblick in ihren Alltag. Aufgrund ihrer eindrücklichen Erlebnisse wird sie auch den gesamten Erlös, welcher aus der Ausstellung erhoben wird, an diese Projekte spenden. «So besitzt der Käufer meiner Bilder nicht nur das Werk selbst, sondern kann sich auch sicher sein, etwas Gutes getan zu haben», sagt Marianna Wyss-Fent mit einem Lächeln.

Hinweis:
Vernissage im Sunnehus in Wildhaus an der Moosstrasse 41, am Samstag, 10. März, ab 16 Uhr. Die Ausstellung kann bis Sonntag, 18. November, besucht werden.

Was macht «CARLO MARCHINI Schweiz»

2015 wurde der Verein «CARLO MARCHINI Schweiz» als Zwillingsverein der «Associazione Carlo Marchini Onlus» gegründet. Er setzt sich finanziell und auch solidarisch vor allem für Kinderschutz- und Kinderförderungsprojekte in armen Ländern ein. Dabei arbeiten sie eng mit den bereits vor Ort vorhandenen sozialen kirchlichen Organisationen zusammen. (nole/pd)

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