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WILDHAUS: Herausforderungen anpacken und lösen

Mitmenschen helfen, neue Bekanntschaften schliessen und das intakte Vereinsleben sind die Hauptgründe, weshalb Paul Krähemann seit 50 Jahren aktiver Samariter ist. Für seine Leistungen wurde er zur Wahl des «Samariter des Jahres» nominiert.
Paul Krähemann ist einer der fünf Anwärter auf den Titel des «Samariter des Jahres», welcher vom Samariterverband St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein im März in Sennwald vergeben wird. (Bild: PD)

Paul Krähemann ist einer der fünf Anwärter auf den Titel des «Samariter des Jahres», welcher vom Samariterverband St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein im März in Sennwald vergeben wird. (Bild: PD)

Damit hat Paul Krähemann nicht gerechnet: Der ehemalige Präsident des Samaritervereins Wildhaus-Alt St. Johann wurde wegen seines unermüdlichen Einsatzes für das Samariterwesen und die Mitmenschen zum «Samariter des Jahres 2017» nominiert. Ausschlaggebend für die Nomination waren gleich mehrere Punkte. Zum einen organisiert und koordiniert der 74-jährige Samariter seit Beginn des Open-Air den Sanitätsdienst, zum anderen leistete Paul Krähemann im September einen besonderen Einsatz. Beim Brand der Zwinglipasshütte wurde der Samariter zur Sicherheit der Feuerwehrangehörigen zum Einsatzort geflogen. Dort stand er zusammen mit einem Kameraden für Zwischenfälle bereit. «Zum Glück kam es bei den Löscharbeiten zu keinem Ernstfalleinsatz für uns», zeigt sich Paul Krähemann erfreut.

Weniger erfreulich war, dass der Helikopter die Helfer nach ihrem Einsatz wegen des starken Windes nicht mehr am Brandplatz abholen konnte. «Uns blieb nichts anderes übrig als mitten in der Nacht den rund zweistündigen Weg unter die Füsse zu nehmen. Dies war happig und eine Grenzerfahrung», erinnert sich Krähemann.

Integration ohne grosse Nebengeräusche

Über solche und andere Hilfeleistungen zu sprechen, liegt dem Samariter nicht. Viel lieber vermittelt er sein Wissen als Samariterlehrer seinen Vereinskameraden sowie den Kursteilnehmenden oder legt Hand an, wenn es etwas zu erledigen gibt. Paul Krähemann ist ein Macher-Typ. Er spricht nicht lange über Herausforderungen, sondern packt an und sucht nach Lösungen. So hat er es geschafft, den ehemaligen Samariterverein Alt St. Johann ohne grosse Nebengeräusche in den Samariterverein Wildhaus zu integrieren und dadurch ein schlagkräftiges Team zu erzielen, das harmoniert. Ein anderes Beispiel ist der Defibrillator. Anstatt ihn in einem Materialraum verstauben zu lassen, bis er bei Sanitätsdiensten zum Einsatz kommt, hat er zusammen mit der Gemeinde eine Lösung gesucht, um das Gerät an einem öffentlich zugänglichen Ort zu platzieren. Denn nur so kann es Leben retten. «Mein Ziel ist es der Allgemeinheit einen Dienst zu erweisen», sagt Krähemann und ergänzt «jemand muss es ja machen.» Ein Müssen sei es keinesfalls, korrigiert er. Im Gegenteil: Die Samariterarbeit bereitet ihm Freude. Dies dank dem intakten Vereinsleben und den Begegnungen mit Partnerorganisationen wie dem Rettungsdienst. Würde die Freude nicht vorherrschen, wäre Paul Krähemann wohl nicht bereits seit 50 Jahren aktiver Samariter.

Verdiente Samariter sollen Nachahmer finden

In seiner Samariter-Karriere hat Paul Krähemann viel geleistet. «So wie andere Vereinsmitglieder. Ohne die Unterstützung guter Leute, wäre dies gar nicht möglich», versucht Krähemann seine Verdienste zu schmälern.

Er und vier weitere Finalisten haben am 10. März dank ihrem Engagement die Möglichkeit, sich den begehrten Titel des «Samariter des Jahres» zu sichern. Vergeben wird dieser bei einer öffentlichen Feier vom Samariterverband St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein in der Kybun-World in Sennwald. Ursula Forrer, Präsidentin des Samariterverbands St. Gallen-Fürstentum Liechtenstein, freut sich auf den Anlass: «Mit der Veranstaltung wollen wir den Samariterinnen und Samaritern danke für ihren Einsatz zu Gunsten der Allgemeinheit sagen und besondere Leistungen würdigen.»

Dies allenfalls sogar mit dem Nebeneffekt, dass verdiente Samariter zu Vorbildern werden, die Nachahmer finden und so ebenfalls ihren Teil für das Gemeinwohl leisten. (pd/lim)

Verleihung Samariter des Jahres, Samstag, 10. März, 16 Uhr, Kybun-World, Sennwald

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