WILDHAUS: Endlich hat der Winter getan, was er sollte

Die Bergbahnen Wildhaus AG sind zufrieden mit ihrer am Ostermontag zu Ende gegangenen Wintersaison. Sie sei intensiv, stürmisch und grossartig gewesen. Ein Winter, der seinen Namen verdient hat. Schneereich vom Anfang bis zum Ende.

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In Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Erde experimentieren. (Bild: PD)

In Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Erde experimentieren. (Bild: PD)

Der vergangene Winter habe sich nicht nur in den Bergen, sondern auch in den Köpfen der Gäste festgesetzt, schreiben die Bergbahnen Wildhaus AG in der gestrigen Mitteilung. Daraus resultierten in Wildhaus rund sieben Prozent mehr Gästeeintritte als im Vorjahr.

Allerdings werde es finanziell keinen Spitzenwinter geben, die Januarstürme und das oftmals schlechte Wetter verhindern dies gemäss der Bergbahnen. Es fehlten während der ganzen Saison stabile Schönwetterphasen und an den Wochenenden war es vielfach neblig oder es gab Niederschlag. Der frühe Saisonstart am 2. Dezember 2017 und das Finale am Ostermontag mit viel Sonne und über 1'000 Besuchern auf der Sonnenterrasse des Berggasthauses Oberdorf im Rahmen der Konzertreihe «Wildhaus live!» lässt Gäste und Bergbahnbetreiber die Wintersaison in allerbester Erinnerung behalten.

Hervorragender Dezember, stürmischer Januar

Der Dezember zeigte sich von seiner besten Seite: Ein früher Start und eine sehr gute Auslastung während den wichtigen Weihnachts- und Neujahrstagen. Der Januar ging dann sozusagen im Sturm unter. Orkan Burglind fegte mit über 200 Stundenkilometern über die Berge. Es folgten die Stürme Evi und Friederike. An einen Normalbetrieb war nicht zu denken. Viel zusätzlicher Aufwand im Gelände und Umsatzeinbussen waren die Folge.

Der zeitweise sehr kalte Februar verlief umsatzmässig exakt im Rahmen der Erwartungen. Der wettermässig eher düstere März zeigte sich zum Ende hin von seiner versöhnlichen Seite. Insgesamt ergebe das eine gute Saison im Durchschnitt des langjährigen Vergleichs, teilen die Bergbahnen mit. Der Verkehrsumsatz liege deutlich über dem Vorjahr und der Umsatz der Gastronomie ebenfalls leicht über dem Vorjahr. Sowohl beim Gastronomieumsatz als auch bei der Anzahl der Übernachtungen in den eigenen Betrieben zeige die Tendenz leicht nach oben.

Es scheint so, dass die Talsohle bei den Übernachtungen im Toggenburg durchschritten sei. Dank dem stärkeren Euro sei die Preisdifferenz zum Ausland kleiner geworden und das Toggenburg könne wieder vermehrt ausländische Gäste, vor allem aus Deutschland, begrüssen.

Die sieben Anlagen der Bergbahnen Wildhaus AG wurden gut frequentiert. Im Vorjahresvergleich resultierte ein Plus von acht Prozent bei den Fahrten.

Wildhaus 2.0 ist bereits angekommen

Die Fokussierung auf die Zielgruppe der Familien wurde seitens der Bahnen weiter vorangetrieben. Mit Angeboten wie der ToggenBurg, der Family-Line oder dem Wildhauser Kindermenü konnte den Bedürfnissen der jüngsten Gäste noch besser entsprochen werden. Die gewachsene Nachfrage im Familiensegment schreie regelrecht nach einer Realisierung der Projekte rund um die geplante 15-Millionen Franken-Investition «Wildhaus 2.0».

Insbesondere im Raum Oberdorf-Gültenweid fielen die Wartezeiten in der Hauptsaison zu lange aus. Dort soll die familienfreundliche 6er-Sesselbahn Wildhaus-Freienalp einen Teil der Skilifte ersetzen und ab der Wintersaison 2019/20 für ein ganz neues Gesamterlebnis in Sachen Komfort und Sicherheit sorgen. (pd/lim)