WILDHAUS: «Chrüter & Choller»-Bar brilliert mit neuem Konzept

Beim Restaurantwettbewerb Best of Swiss Gastro ging der dritte Platz an die Bar im «Hirschen». Nun wird das Konzept auf das Hotel und das Restaurant erweitert.

Carmina Wälti
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Michael Müller zeigt stolz die Auszeichnung für die «Chrüter & Choller»-Bar von Best of Swiss Gastro. (Bild: Carmina Wälti)

Michael Müller zeigt stolz die Auszeichnung für die «Chrüter & Choller»-Bar von Best of Swiss Gastro. (Bild: Carmina Wälti)

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@toggenburgmedien.ch

Blues und Whiskey dominieren die Bar. Die Möbel sind aus Eichenholz und die Lampen erinnern an Stallleuchten, aber alles in moderner Atmosphäre. An der Wand hängen Bilder mit Musikern, die in Toggenburger Ställen posieren – auf jedem Bild ist eine Flasche Whisky versteckt. Mit «Chruter» ist der schwarzgebrannte Alpenwhisky gemeint, «Choller» ist der Bergkoller oder Blues. Insgesamt 60 verschiedene Whiskys, 30 davon Bourbon, werden in der Bar angeboten. Unterstrichen wird die amerikanische Note durch die Blues-Konzerte, welche während des Winters alle drei Wochen stattfinden. Verbunden mit der Kultur und Tradition aus dem Toggenburg ergibt dies das neue Konzept der «Chrüter & Choller»-Bar, mit welchem sie den dritten Platz beim Gastrowettbewerb erreichte.

Bewertet wurden sie dabei von einer anonymen Fachjury und der Bevölkerung, die Kriterien waren unter anderem das Ambiente, der Service und das Angebot. «Es ist überwältigend, wir hätten das niemals erwartet. Ein grosses Dankeschön gilt auch der Toggenburger Bevölkerung, welche hinter uns stand und fleissig für uns abgestimmt hat», sagt Michael Müller, Besitzer des «Hirschens» Wildhaus. Zusammen mit seiner Frau führt er den «Hirschen» in der sechsten Generation. «In der engeren Auswahl waren wir der einzige Betrieb auf dem Land. Wir hoffen, dass dieser Award eine Signalwirkung für das ganze Tal hat und zeigt, was alles möglich ist im Toggenburg.» Es sei zudem schön, dass ihr neu eingeschlagener Weg von der Branche bestätigt worden sei. Bis Weihnachten ist die Bar noch in der Zwischensaison und jeweils nur am Freitag und Samstag geöffnet.

Ganzes Haus soll modern sein

Mit der Bar ist aber erst der Anfang getan. Ab Mitte Dezember wird das neue Konzept im Restaurant umgesetzt, das Hotel ist im Frühling an der Reihe. Einheimisch und zugleich modern soll es werden. Neu wird auch die Vinothek sein, welche sie ins Restaurant einbauen. «Wein ist uns sehr wichtig und ein grosses Hobby von mir», sagt Michael Müller weiter.

Künftig wird ausserdem nicht mehr vom «Hirschen», sondern vom «Grosi Walt’s Steak Huus & Wy Stube» zu reden sein. «Das Grosi Walt war die Grossmutter meiner Frau, wir haben viele tolle Rezepte von ihr ausgegraben und können es kaum erwarten, diese unseren Gästen zu präsentieren.» Auf Regionales wird viel Wert gelegt: Auf der Karte stehen vor allem Steaks mit Fleisch aus dem Toggenburg und sieben verschiedenen Toggenburger Bergkräutern, aber auch Vegetarier und Veganer kommen nicht zu kurz. «Es wird keine verspielte Küche, sondern echt, schnörkellos, und der Geschmack soll im Mittelpunkt stehen», so Michael Müller.