WILDHAUS: Appell gegen kalte Betten

Der Aufruf, sich vermehrt für die Region einzusetzen, prägte die Mitgliederversammlung von Pro Toggenburg.ch, dem Verein der Zweitwohnungsbesitzer.

Adi Lippuner
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Gastgeber Peter Koller (links) gibt, befragt von Peter Hasler, Einblick in sein Lebenswerk. (Bild: Adi Lippuner)

Gastgeber Peter Koller (links) gibt, befragt von Peter Hasler, Einblick in sein Lebenswerk. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

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Mit einer für den jungen Verein ungewohnten Rekordbeteiligung von 30 stimmberechtigten ­Mitgliedern und 4 Gästen konnte am Samstagvormittag im Ferienzentrum Gamplüt die dritte Hauptversammlung durchgeführt ­werden. Präsident Rätus Stocker und seine bisherige Vorstandskollegin Kathrin Hasler, Kassierin, und Robert Maurer, Aktuar, erhalten Verstärkung. Neu nehmen Sabine Sartoretti, Ärztin aus Zürich und langjährige Ferienhausbesitzerin in Wildhaus, und Matthias Rohrbach, seit seiner Pensionierung Besitzer einer Ferienwohnung in Wildhaus, Einsitz im Vorstand.

«Mit dieser Vergrösserung des Vorstands können wir unsere Aufgabe auf mehr Schultern verteilen,» freute sich Rätus Stocker. Eines der Vereinsziele, nebst der Interessenvertretung ihrer Mitglieder und der Koordination von Wünschen und Anregungen gegenüber der Politischen Gemeinde, ist die Verhinderung von «kalten Betten» und geschlossenen Fensterläden. Zu diesem Thema äusserte sich die in Unterwasser aufgewachsene Käthi Büchel. Sie vermietet ihre Ferienwohnung mit Erfolg und stellt fest, dass die Nachfrage im Winter sehr gut, im Sommer aber schlecht ist. «Deshalb habe ich mir mit der Vermietung an Pensionisten ein neues Geschäftsfeld erschlossen. Leute im fortgeschrittenen Alter wollen nicht nur die Region und die Landschaft geniessen, sie sind auch gute Konsumenten», so Käthi Büchel. Allerdings müsse die Wohnung den heutigen Anforderungen entsprechend eingerichtet sein. «Ich wünsche mir ein attraktiveres Sommerangebot, allenfalls auch den Betrieb eines Ortsbusses oder eines Rufbusses», so ihre Anregung.

Der Start des Vereins für Zweitwohnungsbesitzer erfolgte mit 35 Mitgliedern, heute sind bereits deren 108 dabei –Tendenz steigend. Dank dieser Entwicklung konnte Kathrin Hasler von guten Zahlen berichten. Bei Einnahmen von rund 3300 Franken und Ausgaben von 1800 Franken resultierte ein Gewinn von 1500 Franken. Damit beträgt das Vereinsvermögen gut 2600 Franken und gibt den Verantwortlichen die Möglichkeit, auch die eine oder andere Anstrengung zur Vergrösserung des Mitgliederbestandes in die Wege zu leiten.

Der Mitgliederbeitrag wird auf 50 Franken pro Einzelperson belassen. Wenn aus dem gleichen Haushalt weitere Personen stimmberechtigte Mitglieder sein wollen, sind 40 Franken zu bezahlen. Das Budget für das laufende Jahr sieht Einnahmen von 4200 und Ausgaben von 2600 Franken vor. Es sollte ein Reingewinn von 1600 Franken resultieren.

Informationen via Homepage und Newsletter

Der Vorstand trifft sich regelmässig mit regionalen Organisationen, so dem Gewerbeverband, und ist an wichtigen Anlässen vertreten. Auch der Austausch mit dem Gemeindepräsidenten Rolf Züllig funktioniere bestens. «Wir können unsere Anregungen und Wünsche einbringen und werden ernst genommen,» so Rätus Stocker. Die Mitglieder werden über die Vereinshomepage und mit dem vierteljährlich erscheinenden Newsletter, den Peter Hasler verfasst, informiert. Unter «Fragen und Antworten» sind auf der Homepage Anliegen der Mitglieder und die darauf erhaltenen Stellungnahmen veröffentlicht.

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