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WILDHAUS-ALT ST.JOHANN: Für touristischen Frieden

Die Bürgerversammlung hat die Anträge zur Rechnung 2016 und Gewinnverwendung genehmigt. Damit kommt man dem Projekt Dorfplatz ein Stück näher.
Armando Bianco
Im Herbst wird ein Projekt zur Neugestaltung des Dorfplatzes in Wildhaus präsentiert. (Bild: Sabine Schmid)

Im Herbst wird ein Projekt zur Neugestaltung des Dorfplatzes in Wildhaus präsentiert. (Bild: Sabine Schmid)

Armando Bianco

armando.bianco@wundo.ch

Nachdem an der letzten Bürgerversammlung im November ­riesiger Andrang herrschte, was der Aktienzeichnung durch die Gemeinde bei den Berg­bahnen Wildhaus AG geschuldet war, waren die Reihen am Dienstag überschaubar. 137 Stimmberechtigte fanden sich im Chuchitobel ein, um das einzige eigentliche Traktandum einstimmig zu verabschieden. Die Anträge des Gemeinderates zur Rechnung 2016, die mit einem Gewinn in der Höhe von 538 881 Franken abschliesst, sowie zur Gewinnverwendung (Vorfin­anzierung Projekt Dorfplatz) ­bedurften keiner grossen Dis­kussion.

Vorfinanzierung zeigt den Willen für Dorfplatz-Projekt

Wie Gemeindepräsident Rolf Züllig festhielt, liegt das Konzept zur Dorfplatzgestaltung in Wildhaus mittlerweile vor – und er bezeichnete die Pläne als attraktiv und überzeugend. Die Details des gemein­samen Vorhabens mit dem Kanton werden alsbald öffentlich bekannt gemacht, an der Bürgerversammlung gab es immerhin eine Projektskizze auf dem Projektor zu sehen. Rolf Züllig geht davon aus, dass der Bürgerschaft bis im Herbst oder spätestens Ende Jahr ein spruch- reifes Projekt zur Krediterteilung vorgelegt werden kann. Die Kosten werden derzeit auf 2.5 bis 3 Mio. Franken geschätzt, wovon die Gemeinde ungefähr 1,5 Mio. Franken zu tragen hätte. 500 000 Franken hat die Gemeinde schon bereitgestellt, indem sie im Sinn einer Vor­finanzierung den Jahresgewinn 2016 für das Projekt verwendet und das von der Bürgerschaft am Dienstagabend ab- segnen lies. Eine Vorfinanzierung dieser Art ist für die Obertoggenburger Gemeinde ein neues und bisher einmaliges Instrument.

Das Dorfplatz-Vorhaben hat mittlerweile diverse Amtsstellen des Kantons zur Vorprüfung durchlaufen. Eine weitere wichtige Voraussetzung zur Realisierung ist, dass das Projekt im Strassenbauprogramm des Kantons verbleibt und nicht Projekten in urbanen Räumen geopfert wird. Die Gefahr dafür scheint derzeit allerdings nicht allzu gross zu sein. Finanziell steht die Gemeinde derzeit zufriedenstellend da. Das Pro-Kopf-Vermögen ist nach vielen Jahren mit Nettoschulden erstmals im positiven Bereich, auch ist der eingangs erwähnte Jahresgewinn keine Selbstverständlichkeit für Wildhaus-Alt St. Johann. Und die momentan fünf Mio. Franken Eigenkapital bilden noch einige Zeit ein wichtiges Finanzpolster. «Wir wollen aber nun nicht in den Steuerfusswettbewerb einsteigen. Ich denke, dass persönliches Glück von anderen, wichtigeren Faktoren abhängt», sinnierte Rolf Züllig.

In der allgemeinen Umfrage wurde - einmal mehr - die Situation der beiden grossen Bergbahnen in der Gemeinde zum Thema. Ein Bürger wünschte sich vom Gemeinderat, dass er alle nur erdenklichen Möglichkeiten ausschöpft, um die beiden Bahnen näher aneinander zu bringen. Gemeindepräsident Rolf Züllig bekräftige, dass dies bereits der Fall sei, man aber gewillt ist, die Bemühungen um den touristischen Frieden hoch zu halten. Und nicht zum ersten Mal gab es seitens der Bürgerschaft Kritik an der Haltung der Toggenburg Bergbahnen AG in Unterwasser.

Gemäss dem vor einiger Zeit veröffentlichten Amtsbericht ist auch der Ersatzneubau Primarschulhaus Wildhaus von zentraler Bedeutung für die Gemeinde. Die Gewährung des notwendigen Bau­kredits vorausgesetzt, darf sich die Bevölkerung auf ein «tolles neues Schulhaus» freuen. Immerhin haben sich insgesamt 128 nationale und internationale Architekturbüros für das Projekt interessiert.

Eingerahmt wurde die von Rolf Züllig in gewohnt humorvoller Manier geführte Bürgerversammlung durch sympathische Darbietungen des inspirierenden Jodelchörli Schafberg und einer bewegungsfreudigen SchülerTanzgruppe.

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