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Wildenburg soll saniert werden

Seit mehr als 700 Jahren trotzt die Wildenburg in der Nähe des Wildhauser Schönenbodensees Wind und Wetter. Um ihre letzten Überreste – insbesondere den Hauptturm – noch zu retten und für Besucher attraktiv zu machen, drängt sich eine Instandstellung der Anlage auf.
Heini Schwendener

WILDHAUS. Eigentlich ist die Wildenburg ja die Namensgeberin von Wildhaus. In den vergangenen Jahrzehnten geriet die Ruine trotzdem fast in Vergessenheit. Sie war nämlich kaum mehr erkennbar, weil die Natur sich des Werkes aus dem 14. Jahrhundert bemächtigt hatte: Auf den Mauern wuchsen Bäume, auf Trümmern der eingestürzten Gebäude wuchs die Vegetation. Die Ruine steht zwar nicht unmittelbar vor dem Einsturz, ist aber in einem schlechten Zustand. Die Bäume, deren Wurzeln sich im Mauerwerk festgekrallt hatten, drohten dieses bei einem Sturm einzureissen. So wurden Anfang 2011 mit Hilfe von Geldern einer Stiftung etwa 40 grosse Bäume gefällt und per Helikopter abtransportiert. Seither sind der Burghügel und seine Mauerreste wieder sichtbar.

Hauptturm und Mauerwinkel

Nun macht sich die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann zusammen mit dem Kanton und erneut dank namhafter Beiträge der im Stillen wirkenden Stiftung daran, den Hauptturm und einen westlich davon liegenden Mauerwinkel zu sanieren. 320 000 Franken sind für diese Arbeiten vorgesehen. Mehr als die Hälfte davon finanziert die Stiftung, für den Rest kommen der Kanton (60 Prozent) und die Gemeinde auf. Gemäss Bruno Egloff, Chef der Bauverwaltung und Gesamtleiter des Sanierungsprojekts, wird die Gemeinde vor allem Arbeitsleistungen erbringen. Das Sanierungskonzept lag kürzlich öffentlich auf. Es gab Einsprachen. «Diese stellen jedoch nicht das Projekt an sich in Frage», sagt Gemeindepräsident Rolf Züllig auf Anfrage, «ich bin zuversichtlich, dass sich diese Einsprachen gütlich regeln lassen.» Dabei gehe es insbesondere um die Beanspruchung angrenzender Grundstücke während der Sanierungsarbeiten.

Turm nur noch halb so hoch

Jakob Obrecht, ein Ingenieur aus Füllinsdorf, hat das Konzept für die bauliche Instandstellung des Hauptturms und eines Mauerwinkels auf der Westseite erarbeitet. Bei den Arbeiten wird bewusst auf archäologische Grabungen verzichtet. Vorgesehen ist, den markanten Turm vom Schutt zu befreien und seine Mauern zu sichern. Dabei werden verwertbare Steine aussortiert und zur Instandstellung der übriggebliebenen Mauerreste verwendet. Jakob Obrecht geht davon aus, dass vom Hauptturm mit den Aussenmassen von rund 9 mal 9 Metern mindestens ein Drittel, wohl eher aber die Hälfte seiner ursprünglichen Höhe eingestürzt ist. Westlich des Turms soll der erste Mauerring von Baumwurzeln befreit und das Mauerwerk gesichert werden. An der grossen Ringmauer sind derzeit keine Arbeiten vorgesehen.

Ein Stück Wildhauser Geschichte

Wenn die Einsprachen bereinigt sind und der Kantonsrat Anfang Juni grünes Licht zum Beitrag des Kantons geben wird, können die Arbeiten sofort in Angriff genommen werden. Bruno Egloff hofft, dass sie noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden können. Die Ruine Wildenburg wird durch diese Instandstellung vor dem weiteren Zerfall bewahrt und touristisch etwas aufgewertet. Eine Treppe seitlich des Turms soll nämlich eine Beobachtungsplattform auf oder direkt neben dem Turm erschliessen. Gemeindepräsident Rolf Züllig sagt: «Die Wildenburg war einmal der überwachte Eingang ins Toggenburg. Es wäre schade, wenn sie ganz zerfallen würde.» Vor allem dank der grosszügigen Beiträge der Stiftung könne die Gemeinde die Sanierung dieses Stücks Wildhauser Geschichte in Angriff nehmen. Eine solche Chance sollte man nicht ungenutzt lassen.

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