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WIL: Rat befürwortet Neubau

Das 1972 erbaute Spital Wil hat in rund zehn Jahren seine Lebensdauer erreicht. Sanieren oder neu bauen? Und wenn Neubau: Am bestehenden oder an einem neuen Standort?
Hans Suter
Ein Neubau westlich des Spitals wird als machbar erachtet. Die Thurvita als Betreiberin des östlich des Spitals gelegenen Pflegeheims Fürstenau begrüsst den Standort. Das Personalhaus im Hintergrund müsste weichen. (Bild: Hans Suter)

Ein Neubau westlich des Spitals wird als machbar erachtet. Die Thurvita als Betreiberin des östlich des Spitals gelegenen Pflegeheims Fürstenau begrüsst den Standort. Das Personalhaus im Hintergrund müsste weichen. (Bild: Hans Suter)

WIL. Aus aktueller Sicht erachtet der Wiler Stadtrat einen Neubau des Spitals westlich der bestehenden Gebäude als am wahrscheinlichsten. Das ist der stadträtlichen Antwort auf das dringliche Postulat «Perspektiven durch einen Neubau des Spitals der Stadt Wil» als Kernaussage zu entnehmen. Ausgangspunkt des Vorstosses war, dass gemäss der aktuellen Investitionsplanung des Kantons St. Gallen eine Gesamtsanierung des Spitals Wil ab circa 2026 vorgesehen ist.

Liste der Möglichkeiten ist kurz

Welche Standorte böten sich für einen Spitalneubau in Wil überhaupt an? Der Stadtrat verweist auf den Bericht zum früheren Postulat «Ein Platz für Wil». Darin findet sich eine Zusammenstellung, welche die grösseren Areale auflistet, die für Grossüberbauungen möglich oder vorgesehen sind. Ausgehend von einer benötigten Grundstücksfläche von 23 000 bis 29 000 Quadratmetern, zeigt sich schnell, dass nur wenige Areale in Frage kommen.

Flächenmässig gehören das Integra- und das Kindlimann-Areal zwischen der Toggenburger- und Glärnischstrasse dazu. Hier bestehen definierte private Bauabsichten, die planerisch teilweise weit fortgeschritten sind. Beim Areal Lenzenbühl, das sich zum Teil im Besitz der Stadt Wil befindet, ist im Rahmen des Aggloprogramms eine Wohnnutzung zugunsten des Entwicklungsschwerpunkts Wil-West vorgesehen. Es steht nur schon aus diesem Grund nicht zur Disposition. Weiter folgen flächenmässig bereits das Zeughaus-Areal mit rund 21 000 und das Areal Neugruben mit rund 18 000 Quadratmetern. Diese Areale wären flächenmässig aber zu klein und entweder von der Lage ungeeignet oder für eine andere Nutzung vorgesehen.

Aus Sicht des Stadtrats wäre auch das Areal der psychiatrischen Klinik Wil mit einer Fläche von 28 000 Quadratmetern denkbar, das ebenfalls dem Kanton gehört. Ob es sich eignet, müsste laut Stadtrat im Rahmen einer detaillierten Machbarkeitsstudie geklärt werden. Das Gebiet Klinik Südost ist gemäss neuem Zonenplan als vierstöckige Wohnzone W4 vorgesehen und als Stadtentwicklungspotenzial für Wil deutlich vorteilhafter. Zudem ist laut Stadtrat zu beachten, dass ein Spital ein weiterer Attraktor im Stadtzentrum wäre, was zusätzlichen Verkehr im Stadtzentrum generieren würde.

Konzentration auf Spital West

Aus heutiger Sicht des Kantons ist es für einen optimalen Spitalbetrieb notwendig, dass Patienten-, Besuchenden- und Warenflüsse getrennt werden. Dies führt aber zu einem Mehrbedarf an Verkehrsflächen, weshalb der Kanton den Wunsch nach einem kompakten Neubau nur als bedingt realisierbar erachtet. Hingegen sei ein Neubau westlich des heutigen Spitals denkbar. Allerdings könnte nur der neue, im Bau befindliche Verwaltungsbau (siehe Kasten) in ein entsprechendes Neubauprojekt integriert werden. Zudem müsste das bestehende Personalhaus wahrscheinlich dem Spitalneubau weichen.

Gleicher Meinung

Der Stadtrat teilt die Auffassung des Kantons und hält deshalb das Areal beim Personalhaus frei, bis geklärt ist, auf welche Art die Erneuerung des Spitals Wil erfolgen soll. Es besteht auch Einigkeit mit dem kantonalen Hochbauamt, dass ein Neubau auf diesem Areal möglich ist. Die grossen Vorteile eines Neubaus werden darin gesehen, dass keine Provisorien wie bei einem Umbau erstellt werden müssen und ein Neubau optimal für die heutigen Bedürfnisse erstellt werden kann.

Zudem sei eine Gesamtsanierung nicht zwingend günstiger als ein Neubau. Allerdings komme es durch den Abbruch des bestehenden Spitals und des Personalhauses zu einem Substanzverlust.

Stadtrat erwartet Einbezug

Insgesamt kommt der Wiler Stadtrat zum Schluss, dass ein Neubau im Bereich des bisherigen Standorts zwischen Spital und Personalhaus die besten Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Dies insbesondere, wenn die städtischen Liegenschaften im westlichen Bereich des bisherigen Spitals in die planerischen Konzepte einfliessen. Das jetzige Spitalgelände im Eigentum des Kantons weist eine Fläche von rund 22 000 Quadratmetern auf, das westlich angrenzende Gelände der Stadt inklusive Personalhaus hat eine Grösse von rund 18 000 Quadratmetern. Bei einem Neubau, der eine Gesamtfläche von circa 23 000 Quadratmeter benötigt, würde somit eine Fläche von rund 17 000 Quadratmetern für eine andere Nutzung übrig bleiben. Der Stadtrat von Wil erwartet, dass er in die Planungen einbezogen wird.

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