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WIL: Notfall: Herzstück eines Spitals

Nach sieben Monaten Bauzeit ist die neue Notfallstation des Spitals am Samstag von den Verantwortlichen und der Politprominenz offiziell eröffnet worden. Gegen 2000 Interessierte besuchten den Tag der offenen Tür.
Florian Beer
Gemeinsames Wirken: von links Guido Sutter, Verwaltungsratspräsident der Spitalverbunde Kanton St. Gallen, Regierungsrat Marc Mächler (Baudirektor), Regierungsrätin Heidi Hanselmann (Gesundheitsdirektorin), SRFT-CEO René Fiechter, Christof Geigerseder, ärztlicher Leiter Notfallmedizin, und der ehemalige St. Galler Baudirektor Willi Haag. (Bild: Florian Beer)

Gemeinsames Wirken: von links Guido Sutter, Verwaltungsratspräsident der Spitalverbunde Kanton St. Gallen, Regierungsrat Marc Mächler (Baudirektor), Regierungsrätin Heidi Hanselmann (Gesundheitsdirektorin), SRFT-CEO René Fiechter, Christof Geigerseder, ärztlicher Leiter Notfallmedizin, und der ehemalige St. Galler Baudirektor Willi Haag. (Bild: Florian Beer)

Florian Beer

redaktion@wilerzeitung.ch

«Not ist eine besonders schlimme Lage, in der jemand dringend Hilfe braucht.» Mit dieser Definition des Wortes Not eröffnete die St. Galler Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann ihre Ansprache zur Eröffnung der neuen Notfallstation des Spitals Wil am Samstag. Die Not könne jeden treffen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf. Deshalb sei man froh, wenn einem in der Not gut geholfen werde. Dafür brauche man eine Notfallstation, die der Lebensnerv eines Spitals sei, so die SP-Politikerin. «Wir haben lange dafür gekämpft und sind sehr froh, dass diese Abteilung nun endlich eröffnet ist.» Sieben Monate lang wurde die Notfallstation umgebaut und der Verwaltungstrakt neu gebaut. Zudem wurde das Labor saniert und erweitert.

Wil bleibt wichtiger Pfeiler im Gesundheitssystem

Die neue Notfallstation umfasst acht voneinander abgetrennte Notfallbehandlungsplätze, davon sechs für die Einzelbehandlung. Ausserdem verfügt sie über einen Schockraum sowie eine integrierte Notfallpraxis. Neu wird auch der Empfang 24 Stunden lang betreut und erhält einen eigenen Eingang. Dem CEO der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT), René Fiechter, brachte Regierungsrätin Heidi Hanselmann einen Glasteller mit, auf dem «Zeit zum Reden» steht. «Stellen sie ihn in einen Gemeinschaftsraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und denken Sie daran, sich auch mal Zeit für sich zu nehmen», sagte sie. Guido Sutter, Verwaltungsratspräsident der St. Galler Spitalverbunde, beleuchtete die betriebswirtschaftlichen Fakten des Neubaus. Er ermahnte, die Kosten müssten stets im Auge behalten werden. Gleichzeitig wolle man als Spitalunternehmen dem Patienten diejenige Qualität bieten, die er verdiene und fordere. Dies sei mit der neuen Notfallstation gewährleistet. «Wil und sein Spital wird auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler im St. Galler Gesundheitssystem sein.»

CEO René Fiechter ist froh, dass die bisherigen Räume Vergangenheit sind, die alte Situation sei zunehmend schwieriger geworden. «Die Patientenzahlen haben sich seit 2006 fast verdoppelt, sodass wir vergangenes Jahr rund 11500 Fälle im Spital Wil behandelt haben.» Die jährliche Zunahme betrage sieben Prozent.

Nach den politischen und wirtschaftlichen Fakten würdigte Christof Geigerseder das Bauwerk aus der Sicht eines Mediziners. «Heute ist ein grosser Tag für die Notfallmedizin», sagte der ärztliche Leiter der Notfallmedizin. «Zu uns kann jeder kommen, wir machen alles. Er muss nur Mensch sein.» Nach dem offiziellen Teil wurden um 11 Uhr die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. Das Interesse war gross, das neue Herzstück des Spitals Wil zu besichtigen und sich zu Notfall und Rettung informieren. Laut Medienstelle sind 1500 bis 2000 Besucherinnen und Besucher erschienen. Viel Aufmerksamkeit erregte das Eintreffen des Rega-Helikopters gegen 14 Uhr. Vor allem die Kinder genossen den interessanten Einblick in den Helikopter und dessen technische Ausstattung.

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