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Wieder Unglück im Aeuli

Vor 100 Jahren

Vor 100 Jahren

12. August: Wattwil. In St. Gallen starb im hohen Alter von 83 Jahren Herr Alt Schulvorsteher Jakob Kaufmann, der sich in früheren Jahren noch in unserer Gemeinde im Lehrerberuf betätigte. Anfangs der fünfziger Jahren versah er die Schule Schmidberg, 1855 die Dorfschule Hemberg und im Jahre 1857 wurde er an die Schule Bundt berufen, der er in mustergültiger Weise mehr als ein Jahrzehnt vorstand. Sein Anfangsgehalt betrug hier Fr. 800.00 und stieg dann bis auf Fr. 1200.00, was damals als eine beneidenswerte Besoldung angesehen wurde und im Verhältnis zu den Lebensmittelpreisen einen heutigen Gehalt von Fr. 2400.00 gleichkam. Im Jahr 1869 folgte er einem Rufe an die Mädchenschule in St. Gallen, an welcher er bis zum Jahr 1905 in stiller Bescheidenheit amtete und dann nach 52jährigem Schuldienst noch ein paar Jahre der Ruhe pflegen konnte. Seine liebsten Erinnerungen aber gingen zurück in jene Zeit, da er im Bundt die grosse Gesamtschule leitete.

Vor 50 Jahren

17. August: Krinau. Zum Tode von Josef Blattmann. Unterhalb Lichtensteig, im romantischen Aeuli, bewirtschaftet die Familie Blattmann seit vielen Jahren ein Heimwesen. Zu dieser links der Thur gelegenen Liegenschaft kommt man über eine Thurbrücke. Man kann aber auch von der Westseite her die Liegenschaft erreichen, über eine Passerelle, die über einen privaten, nur mit Stossbarrieren gesicherten Bahnübergang. Auf diesem Bahnübergang hat die Familie Blattmann schon viel Leid erfahren. Am 18. Oktober 1948 wurde ein zweijähriges Brüderlein des nun tödlich verunfallten Josef Blattmann durch einen Eisenbahnzug überfahren, und am 9. August 1958 ereignete sich der tragische Unfall, dass eine neunjährige Schwester, ein 24 Jahre alter Bruder und ein 58 Jahre alter Onkel von Josef Blattmann mit dem Jeep unter die Eisenbahn gerieten und starben. Schon vor dem Eisenbahnunglück war der Vater der grossen Blattmann-Familie, der zusammen mit seinem Bruder die Liegenschaft bewirtschaftet hatte, 1956 zu früh verstorben. Er hinterliess 9 Kinder.

Ein Jahr nach dem Unfall auf dem Bahnübergang, am 9. Juli 1959, brannte das Heim der Familie Blattmann nieder. Mit neuem Mut erstellte die Familie hierauf ein neues Bauernhaus. In dieses Haus zog nun Josef Blattmann ein, der gestern durch einen Verkehrsunfall gestorben ist. Er hinterlässt eine junge Witwe und 2 Kinder, die 1961 und 1963 geboren wurden.

Vor 20 Jahren

16. August: Unterwasser. Kürzlich erfolgte der Spatenstich zur Sanierung des Schwimmbades Unterwasser. Der Abbruch der Eingangsmauer und des Bassinrandes war gleichzeitig auch der Spatenstich für die Bauarbeiten. Dem Kostenumfang von insgesamt 1,83 Millionen Franken zugunsten einer neuen Schwimmbadanlage haben die Bürger anlässlich der Urnenabstimmung mit grosser Mehrheit zugestimmt. Etwa ein Viertel der Badi-Besucher seien Touristen, sagte Gemeindammann Alois Ebneter. Im nächsten Jahr werde man eine neuzeitliche Badeanstalt dem Betrieb übergeben können. Allerdings mussten in zwei Sparrunden einige 100'000 Franken eingespart werden. Eine zuerst vorgesehene grosse Rutschbahn werde nicht gebaut. Aber vielleicht finde sich ja einmal ein Spender dafür, meinte der Gemeindammann

Vor 10 Jahren

17. August: Dietfurt. Als Kulturraum soll sie dienen, die Rittberghalle im ehemaligen Fabrikgebäude. Alain Homberger will hier «kleine, feine Kultur» anbieten. Die ehemalige «Weberei Toggenburg AG» wurde im Jahr 1861 von Richard Messmer als Appreteur erbaut und – nachdem letztere 1910 nach Kemptthal verlegt worden war – von Rudolf Kägi 1915 als Buntweberei eingerichtet. 1920 übernahm Max Wirth die Weberei Toggenburg AG. Ab 1921 gehörte sie der Spinnerei Weberei Dietfurt AG, welche das Gebäude für Magazinzwecke benutzte. 1999 erwarb Alain Homberger mit dem Kauf von 1,5 Hektaren Land auch das Gebäude. In erster Linie war der Wattwiler Landwirt am Wiesland interessiert, die alte Fabrik war Beigabe. Eine Beilage, die er nützen wollte – nicht als Gewerbezentrum, wie vorgesehen, sondern als Wohn- und Kulturraum. Da Homberger das Gebäude vor fünf Jahren unter Denkmalschutz stellen liess, stand dieser Umnutzung nichts mehr im Wege. Die Voraussetzung dafür war allerdings der Erhalt des langgezogenen Gebäudes als Ganzes, insbesondere die Fassaden mit den Fenstern.

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