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Wieder freie Fahrt am Winklerstich

Die Strassenbauarbeiten am Einlenker Heinrichsbadstrasse sind abgeschlossen. Der Verkehr kann wieder rollen.
Astrid Zysset
Sechs Wochen war der Einlenker Heinrichsbadstrasse gesperrt. Nun können ihn die Autofahrer wieder nutzen. (Bild: Astrid Zysset)

Sechs Wochen war der Einlenker Heinrichsbadstrasse gesperrt. Nun können ihn die Autofahrer wieder nutzen. (Bild: Astrid Zysset)

Die Erleichterung ist zu spüren. Am Dienstagabend wurde der Einlenker Heinrichsbadstrasse am Winklerstich wieder für den Verkehr zugänglich gemacht. «Wir sind wirklich froh, dass wir alle Arbeiten im vorgesehenen Zeitplan realisieren konnten», sagt Mattias Gschwend, Projektleiter Strassenbau beim Kanton St. Gallen. Rund sechs Wochen wurden die Autofahrer über die Dorfmitte Herisaus geleitet, damit sie an die Kasernenstrasse, in den Saum oder ins Areal Walke gelangen konnten. Die Verkehrssituation am Einlenker sollte verbessert werden, indem die Steigung im Bereich des Bauernhauses, die vor allem im Winter zu Rückstaus führte, minimiert wurde. Auch war die Kreuzung als Unfallschwerpunkt bekannt. Jetzt wirkt sie übersichtlicher, offener. Was in naher Zukunft noch folgen wird, ist die Realisierung einer Linksabbiegespur, damit der Rückstau in Richtung Autobahn minimiert wird.

Dass der Einlenker pünktlich nach den Sommerferien wieder genutzt werden kann, war nicht von Anfang an absehbar. Knapp bemessen seien die zeitlichen Vorgaben gewesen, so Gschwend, und der Baugrund barg grosse Herausforderungen: Steinblöcke mussten aus dem Untergrund entfernt, die Fundation der Strasse teilweise verstärkt werden, da der Boden sehr weich war. Nichtsdestotrotz spricht der Projektleiter Strassenbau von grossem Glück, das sie während der vergangenen Wochen hatten. Die trockenen Bedingungen sorgten dafür, dass die Arbeiten zügig vorangingen. «Wenn es regnet, gestalten sich Erdbauarbeiten als schwierig. So gesehen, war die Hitzewelle ideal für uns.» Was nun beim Einlenker Heinrichsbadstrasse noch ansteht, sind Fertigstellungsarbeiten. In den nächsten Tagen erfolgen die Humusierung und das Anbringen eines Kiesbanketts neben der Strasse.

Provisorische Strasse wird aufgehoben

Die reguläre Fahrbahn von Winkeln zum Einlenker und weiter hinauf nach Herisau ist wieder freigegeben. Die provisorische Strasse gleich daneben, über welche der Verkehr während der Bauphase gelenkt wurde, wird in den kommenden Wochen zurückgebaut. An deren Stelle entsteht eine wintersichere Verbindung für Velofahrer und Fussgänger. Diese wird vom Kreisel Gübsenstrasse in Winkeln bis zur Schützenstrasse in Herisau reichen. Der Veloweg geht auf die Initiative des Aggloprogramms St. Gallen-Bodensee zurück. Zwischen St. Gallen und Herisau fehlt bisher nämlich eine solche Verbindung.

Als nächsten Schritt wird auf der Appenzeller Strasse zwischen dem Bauernhaus und dem Einlenker Heinrichsbadstrasse auf der Länge von rund 50 Metern eine Stützmauer erstellt, damit für den Veloweg genügend Platz zur Verfügung steht. Bis Ende Oktober soll diese realisiert sein. Gleichzeitig wird noch ein sogenannter Lamellenklärer eingebaut, der das Strassenabwasser reinigt, bevor es über eine Ableitung in den nahe gelegenen Wiesenbach gelangt. Anschliessend erfolgen die Belagsarbeiten beim Radweg, der Einbau einer Mittelinsel im Einlenkerbereich, die Ergänzung der Randabschlüsse und diverse kleinere Fertigstellungsarbeiten. Bis voraussichtlich Mitte Dezember sollen die gesamten Rohbauarbeiten abgeschlossen sein. Der Verkehr muss, gemäss Gschwend, fortan nicht mehr umgeleitet werden. Erst während der Sommerferien 2020, wenn ein neuer Deckbelag eingebaut wird, kommt es erneut zu Behinderungen. Dann wird die gesamte Strecke eine Woche lang total gesperrt.

Kostendach wird nicht überschritten

Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf 7,3 Millionen Franken. Dieses Kostendach könnte ersten Schätzungen zufolge eingehalten werden, so Gschwend. 2,9 Millionen Franken entfallen dabei auf den Kanton Appenzell Ausserrhoden. Der Bund übernimmt dem Kostenverteiler nach rund 500000 Franken.

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