«Wie ein Weihnachtsgeschenk»

Das Arbeits- und Kreativatelier des Appenzellischen Hilfsvereins für psychisch Kranke hat neue Räume an bester Lage und zu einem idealen Mietpreis gefunden. «Das ist wie ein Weihnachtsgeschenk», sagen die Verantwortlichen.

Monika Egli
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Vorstandsmitglied Hansueli Schläpfer zeigt der Vertreterin der Appenzeller Zeitung, Monika Egli, das Haus mit Anbau (ehemals Glaser Huber), das der Hilfsverein für psychisch Kranke mieten konnte. Hierher ziehen das Arbeits- und Kreativatelier sowie die Büros von «Begleitetes Wohnen». (Bild: Marianne Kleiner)

Vorstandsmitglied Hansueli Schläpfer zeigt der Vertreterin der Appenzeller Zeitung, Monika Egli, das Haus mit Anbau (ehemals Glaser Huber), das der Hilfsverein für psychisch Kranke mieten konnte. Hierher ziehen das Arbeits- und Kreativatelier sowie die Büros von «Begleitetes Wohnen». (Bild: Marianne Kleiner)

HERISAU. Augenschein am Weihnachtsmorgen zusammen mit Marianne Kleiner, Präsidentin des Appenzellischen Hilfsvereins für psychisch Kranke, und Vorstandsmitglied Hansueli Schläpfer: Wo einst «Glaser Huber» sein Domizil hatte, nämlich hinter der Papeterie Bürodesign AG zwischen Kasernen- und Oberdorfstrasse, wird bald neues Leben einkehren. Das Arbeits- und Kreativatelier des Vereins, das seine Räume seit seiner Entstehung 2007 an der Neuen Steig hatte, wird im Frühling hier einziehen. Das Atelier bietet Menschen mit psychosozialen Schwierigkeiten eine geregelte, ganz auf ihre Bedürfnisse angepasste Beschäftigung. Gleichzeitig können die Büros von «Begleitetes Wohnen», ebenfalls ein Angebot des Hilfsvereins, von der Windegg hierher ziehen. «Idealer hätten wir es nicht treffen könne», sind sich Marianne Kleiner und Hansueli Schläpfer einig.

Untervermietung denkbar

Ende Oktober erfolgte in der Appenzeller Zeitung im Rahmen einer Reportage ein Aufruf: «Das Arbeits- und Kreativatelier sucht ein neues Domizil in Herisau. Es sollte rund 200 m2 umfassen und in mindestens zwei, besser drei bis vier Räume aufgeteilt sein.» Über verschiedene Ecken, nämlich die aufmerksame Tochter einer Nachbarin einer Mitarbeiterin, wurde der Hilfsverein darauf aufmerksam gemacht, dass das Haus «Glaser Huber» zu mieten sei und der Atelierleiter Michael Higi habe sofort reagiert. Statt «zwei bis vier Räume» gibt es im Gebäude mit Anbau zahlreiche, auf dem ersten Durchgang tatsächlich unzählige Zimmer, grosse, kleinere, rechteckige und verwinkelte. Alles ist gut im Stand, der Eingangsbereich präsentiert sich freundlich. «Hier entsteht eventuell ein Laden, wo die Artikel des Arbeits- und Kreativateliers dauernd angeboten werden können», erklärt Marianne Kleiner. Und Hansueli Schläpfer ergänzt: «Es sind so viele Räume, dass wir uns gut vorstellen könnten, den einen und anderen an eine weitere gemeinnützige Organisation zu vermieten und so auch Synergien zu nützen.»

Wohlgesinnter Vermieter

Das Haus, das für das Arbeits- und Kreativatelier keine Wünsche offen lässt, gehört der Erbengemeinschaft von «Glaser Huber». Daraus ist die Firma «Huber Fenster AG» an der St. Gallerstrasse entstanden. «Wir hatten mit den Hauseigentümern viel Glück. Sie sind sehr sozial eingestellt; die Mietbedingungen sind äusserst wohlgesinnt», sagt Marianne Kleiner.

«Ideal zusammengefügt»

Das Haus an der Neuen Steig, in dem das Atelier bisher untergebracht war, gehört der Gemeinde. Sie benötigt es jetzt selber, um hier die Kita einzurichten. «Durch die Kündigung kamen wir schon ziemlich unter Druck, denn es ist nicht einfach, in Herisau Gewerberäume im unteren Preissegment zu finden», sagen Marianne Kleiner und Hansueli Schläpfer. «Dieses Haus ist deshalb ein eigentliches Weihnachtsgeschenk. Alles hat sich ideal zusammengefügt.»

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