Wie am Flughafen, nur den Hügel hoch

Die Skilift Hemberg AG hat versuchsweise eine neue Winter-Attraktion angeschafft. Einen «Zauberteppich», ein Skilift, der nach dem Förderband-Prinzip funktioniert. Der Hauptlift vom Dorf aus ist aus Kostengründen vorübergehend stillgelegt.

Matthias Giger
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Markus Frei, Betriebsleiter der Skilift Hemberg AG, beim neuen «Zauberteppich» (Skilift nach dem Förderband-Prinzip), der heute in Betrieb geht und für Skianfänger und Schlittler ausgelegt ist. (Bild: Matthias Giger)

Markus Frei, Betriebsleiter der Skilift Hemberg AG, beim neuen «Zauberteppich» (Skilift nach dem Förderband-Prinzip), der heute in Betrieb geht und für Skianfänger und Schlittler ausgelegt ist. (Bild: Matthias Giger)

HEMBERG. Ab heute befördert ein sogenannter «Zauberteppich» Ski-Anfänger sowie grosse und kleine Schlittler in Hemberg den Hügel neben dem Restaurant Skihus hoch. «Unser Angebot spricht schon länger vor allem Familien an», sagt Markus Frei, Betriebsleiter und Verwaltungsratsmitglied der Skilift Hemberg AG. Zu Versuchszwecken hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Haupt-Skilift diese Saison nicht in Betrieb zu nehmen. Der Investitionsbedarf wäre relativ gross, denn das Seil entspricht nicht mehr den Anforderungen des Interkantonalen Konkordates für Seilbahnen und Skilifte. Und der Hauptlift war im Schnitt nur 11,5 Tage pro Saison in Betrieb. In Hemberg werden keine Schneekanonen eingesetzt. «Ausserdem sind unsere Pisten ohnehin fast zu schmal für die heutigen Carving-Skier», sagt Markus Frei.

Vielversprechender Lift

Der Zauberteppich, der nach dem Förderband-Prinzip funktioniert, sei nicht nur vielseitig, er sei auch sehr sicher. Der elektrisch betriebene Lift ist mit Lichtschranken versehen und schaltet aus, wenn jemand stürzen sollte. Und er könne relativ einfach an einer anderen Stelle aufgebaut werden, sollte sich zeigen, dass er dort besser benützt würde, nennt der Betriebsleiter die Vorzüge des Zauberteppichs. «Allerdings dauert es schon zwei Tage, bis der Lift abgebrochen ist und zwei weitere Tage, bis er wieder montiert ist», sagt Markus Frei. Der Zauberteppich sei zwar relativ teuer in der Anschaffung. Er wurde mit 80 000 bis 100 000 Franken budgetiert. Sollte sich aber herausstellen, dass der Verwaltungsrat mit diesem neuen Angebot ins Schwarze getroffen hat, werde man ihn definitiv kaufen. Die Skilift Hemberg AG hat bisher einen Mietkauf-Vertrag mit der Vertreterfirma abgeschlossen. Weitum sei dies der einzige solche Lift, der nächste stehe im Iltios in Unterwasser, so Markus Frei.

Vielleicht noch ein Snow-Tube

«Wenn wir die Montagearbeiten abgeschlossen haben, werden wir an den Seiten Schnee zustossen, so dass im Falle eines Sturzes nichts passiert», sagte Markus Frei gestern. Und eine Zugangsrampe werde auch noch gebaut. Die Schlittel- und Skipisten sind durch den Zauberteppich getrennt. Neben der Schlittelpiste werde man vielleicht noch einen Snow-Tube Kanal bauen, so der Betriebsleiter. Zum neuen Lift gelangt man entweder zu Fuss in circa 10 Minuten über den gepisteten Weg vom Parkplatz oder per Teller-Lift, der ebenfalls vom Parkplatz aus startet.

Nähere Informationen und Betriebszeiten: www.skilifthemberg.ch oder Telefon 071 377 18 81

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