Wettkampf-Erfahrungen sammeln

Toggenburger Biathleten stellten sich einem internationalen Leistungsvergleich. Am Wochenende fand ein SV-Cup im Biathlon in Schönwald im Schwarzwald statt.

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Toggenburger Biathleten stellten sich einem internationalen Leistungsvergleich.

Am Wochenende fand ein SV-Cup im Biathlon in Schönwald im Schwarzwald statt. Drei Athleten vom SSC Toggenburg stellten sich dem Vergleich mit den deutschen Nachbarn und kamen mit guten Resultaten, aber vor allem mit guten Erfahrungen zurück. Schnupperklasse bedeutet nicht, dass hier nur Anfänger am Werk sind. Nein, der Wettkampf war sehr stark besetzt. Das Niveau, vor allem was das Schiesstechnische angelangt, sowie auch der Handlungsablauf, war weit fortgeschrittener als in der nationalen Serie in der Schweiz.

Entscheidung fällt im Schiessen

Trainer Ivan Lechthaler trainierte bereits letzten Sommer auf diese Art mit seinen Schützlingen. Auch diesen Sommer zog er dies weiter, ohne zu wissen, ob die Athletinnen und Athleten diesen Ablauf je gebrauchen werden. Matteo Tinner, der seit letzten Sommer fleissig trainiert und in den Trainings eine Trefferquote zwischen 90 und 100 Prozent aufweist, scheute diesen Vergleich in keiner Art und Weise. Der Wettkampf fand als Crosslauf mit zwei Schiesseinheiten statt. Matteo Tinner lief von Anfang an davon und nur ein Mitbewerber zog mit. Beim ersten Schiessen blieb Matteo Tinner gleich wie sein Mitstreiter fehlerfrei. Beim zweiten Schiessen kam Matteo Tinner dann alleine in den Schiessstand. Vor lauter Nervosität schoss er jedoch gleich drei Fahrkarten. Auch sein Widersacher schoss drei Fehler und so ging es auf die letzte Runde. Als die zwei Mitstreiter in der Strafrunde waren, schob sich der bis dahin Drittplazierte vor die beiden und gewann das Rennen mit einem Vorsprung von 13,7 Sekunden vor Matteo Tinner. So läuft es oft in Biathlonwettkämpfen: Das Rennen wird erst nach dem letzten Schiessen entschieden.

Erfahrungen sammeln

Elio Bacchetta, der seit diesem Sommer auch beim SSC Toggenburg trainiert, und Lukas Huber wagten ebenfalls den Vergleich. Bei einem Rollskiwettkampf über 5,5 Kilometer mit zwei Schiesseinheiten ging es zuerst mit einem «Leman»-Start los. Ziel war es, fünf Scheiben zu treffen, bevor es auf die Strecke ging. Lukas Huber, der seinen ersten Wettkampf ohne Aufleger absolvierte, brauchte gerade mal sechs Schüsse und konnte auf die Strecke. Elio Bacchetta benötigte alle zehn Schüsse, traf jedoch nur eine Scheibe und konnte erst nach vier Strafrunden auf die Strecke. Bald schloss Elio Bacchetta wieder auf und zum Schluss wurde er mit einem Fehler liegend und drei Fehler stehend sehr guter Sechster. Er verlor auf den Sieger, der zweimal fehlerfrei blieb, 2,52 Minuten. Weniger gut erging es Lukas Huber im Schiessstand (3 3) und die Distanz war für Lukas Huber etwas länger, als dass er sich das gewohnt war. Lukas Huber wurde 16ter. Für Lukas Huber galt es vor allem, Erfahrungen zu sammeln, er wird erst in der Wintersaison 2013/14 in der Schweizer Standard-Serie so richtig mitkämpfen. Ivan Lechthaler