Wetter schlecht, Stimmung super

Indianer, Cowboys, Ritter – die Themen in den Sommerlagern sind vielseitig. Auch in diesem Jahr haben Lagergruppen den Weg ins Appenzellerland gefunden. Das Wetter macht jedoch einige Programmpunkte zunichte.

Ronja Zeller
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Teufen: Das Lager wird am Sonntag am Lagerfeuer mit Musik eingestimmt. (Bild: pd)

Teufen: Das Lager wird am Sonntag am Lagerfeuer mit Musik eingestimmt. (Bild: pd)

STEIN/TEUFEN. Am Donnerstag wurde im Indianerdorf in Stein der Marterpfahl gestohlen, und in Teufen trieben die Cowboys ihr Unwesen. In den Sommerferien herrscht in den Lagerhäusern in der Schweiz Hochbetrieb, so auch in Appenzell Ausserrhoden. Vier Lagergruppen sind diese Woche zu Besuch in Stein, Teufen, Gais und Wald.

Tipidorf in Stein

Die BESJ-Jungscharen Stami, Goldbrunnen, Affebandi und Wittenbach sind dieses Jahr zu Gast in Stein. Sie haben ihr Tipidorf auf der Wiese des Bauern Sepp Dähler aufgeschlagen. Die vier Jungscharen sind das erste Mal zu Gast im Appenzellerland. Sie organisieren aber schon das sechste Mal ein Lager zusammen. Im vergangenen Jahr verbrachten sie ihr Sommerlager am Bodensee. Diese Woche ist ganz dem Thema Indianer gewidmet. Aus diesem Grund sind die Verantwortlichen des Lagers auf die Idee gekommen, Tipis zu mieten. Diese wurden dann mit viel Muskelarbeit aufgestellt. Am Lager nehmen rund 90 Kinder und 33 Leiter teil, die kleinsten sind erst im zweiten Kindergarten. Zusammen trotzen sie dem Regen und setzen fleissig die Karte für den verschwundenen Marterpfahl zusammen. Der Indianerhäuptling, Severin Mayrhofer, unter den Kindern bekannt als «Die grosse Feder», lobt die gute Stimmung im Lager. Er erzählt aber auch: «Leider schlafen die Kinder zur Zeit nicht mehr in den Tipis, sondern im Stall auf dem Bauernhof. Der Boden in den meisten Tipis ist einfach zu nass. Das ist sehr schade, aber ich glaube, uns Leiter stört das fast mehr als die Kinder.» Die Lager der vier Jungscharen finden immer draussen statt. Wegen des Wetters sind alle sehr froh darüber, dass die Gemeinde Stein ihnen für einige Tage die Turnhalle zur Verfügung gestellt hat. «So können die Kinder auch mal im Trockenen spielen und sich aufwärmen», sagt Mayrhofer. Die Tipis werden heute abgebaut, und die Lagergruppe macht sich auf den Weg nach Hause.

Amriswiler in Teufen

Mit der Zeitmaschine fliegen die Kinder des Amriswiler Sommerlagers jeden Tag an einen anderen Ort. Vom Mittelalter bis zu den Cowboys besuchen sie verschiedene Plätze auf unserer Zeitachse. Die Kinder erfahren immer erst am vorherigen Tag, in der Zeitmaschine, wohin sie die nächste Reise führt. Die Katholische Kirche aus Amriswil veranstaltet jedes Jahr ein Sommerlager. Zum zweitenmal besuchen sie das Gruppenlagerhaus Alpstein in Teufen. Die Lagerleiterin Stephanie Schildknecht lobt die vielen Räume im Lagerhaus, das sei auch der Grund, warum sie sich wieder für diesen Lagerort entschieden hätten. 23 Kinder und 11 Leiter nutzen das Haus für eine erlebnisreiche Woche. Teilnehmen kann man am Lager ab der 2. Klasse. Am Montag hat man den Schnuggebock in der «Waldegg» besucht zum Thema Heidi. Auch zum täglichen Programm gehören das Morgengebet und das gemeinsame Singen am Abend. Gestern haben die Kinder und Leiter das Alters- und Pflegeheim Teufen besucht und dabei den älteren Menschen Lieder vorgesungen. Auch die Lagergruppe aus Amriswil macht sich heute auf den Heimweg.

Stein: Der Indianerhäuptling beobachtet das Treiben auf der Lagerwiese. (Bild: rz)

Stein: Der Indianerhäuptling beobachtet das Treiben auf der Lagerwiese. (Bild: rz)

Das Tipidorf steht auf der Wiese des Bauern Sepp Dähler. (Bild: rz)

Das Tipidorf steht auf der Wiese des Bauern Sepp Dähler. (Bild: rz)

Für die Zeitmaschine schlüpfen die Kinder aus Amriswil in ein besonderes Outfit. (Bild: pd)

Für die Zeitmaschine schlüpfen die Kinder aus Amriswil in ein besonderes Outfit. (Bild: pd)

Das Tanzen kommt beim Abwaschen in der Küche in Teufen nicht zu kurz. (Bild: rz)

Das Tanzen kommt beim Abwaschen in der Küche in Teufen nicht zu kurz. (Bild: rz)