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«Wertschätzung für Tibeter»

Befragt

Veronika Koller und Zakay Reichlin, Co-Leitung Sektion Ostschweiz, Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF), klären darüber auf, wie sich die Aufgaben der Gesellschaft zusammensetzen.

Was ist die Aufgabe der GSTF?

Veronika Koller: Für uns steht die Öffentlichkeitsarbeit im Zentrum. Wir setzen uns ein gegen das Vergessen der Ungerechtigkeit gegenüber dem tibetischen Volk in Tibet. Tibet liefert keine spektakulären Schlagzeilen, daher tritt die Situation der Tibeter kaum in den Fokus von Nachrichten. Und obwohl sich bisher fast 150 Menschen in Tibet selber verbrannten, reagiert die Weltöffentlichkeit kaum mit Handlungen. Die Organisation betreibt Lobbyarbeit auf Bundesebene in Zusammenarbeit mit den an­deren Tibet-Vereinen in der Schweiz, speziell mit der Tibeter Gemeinschaft Schweiz Liechtenstein TGSL. Der Erhalt der tibetischen Traditionen, der Kultur, Sprache und ihrer Religion ist ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit im schweizerischen Exil.

Was ist Ihre Motivation für die Sektionsarbeit Ihrer Organisation?

Veronika Koller: Wir sind sehr betroffen davon, dass Tibeter in der Schweiz rechtlich als Chinesen bezeichnet werden. Tibeter sind de facto ein staatenloses Volk. Sie zu Chinesen zu machen entbehrt jeglicher Grundlage. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die Willkürherrschaft Chinas in Tibet. Die Tibeter brauchen Stimmen im Exil; ihr Widerstand ist seit beinahe 60 Jahren still und gewaltlos. Mit unseren Aktionen, Zusammenkünften, Informationsständen wollen wir die Öffentlichkeit und Interessierte für die Unterstützung dieses gewaltlosen Protestes gewinnen. Die Zusammenarbeit mit den in der Schweiz lebenden Tibetern ist sehr bereichernd und hält die Hoffnung auf ein Tibet aufrecht, in dem Tibeter frei und selbstbestimmt leben können.

Die Toggenburger Bevölkerung hat Anfang der 1960er-Jahre vielen Tibetern Zuflucht geboten. Viele tibetische Familien haben im Toggenburg eine neue Heimat gefunden. Was kann die Bevölkerung heutzutage für Tibet tun?

Zakay Reichlin: Die Bevölkerung, nicht nur im Toggenburg, ist aufgerufen, Widerstand gegen die Menschenrechtsverletzungen in China, speziell auch in Tibet zu leisten. Hierzu setzen bereits ­einige Gemeinden ein starkes Zeichen, indem sie am 10. März, dem Jahrestag der widerrechtlichen Besetzung Tibets durch China, an ihren Gemeindehäusern die tibetische Nationalflagge aufhängen. Wir erleben immer wieder grosse Wertschätzung gegenüber unseren tibetischen Mitmenschen im Tal, wobei auch die Unterstützung beim Erhalt ihrer kulturellen und traditionellen Identität sichtbar ist. (csu)

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