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Wertgewinn für Wohneigentum

Die Preise für Wohneigentum im Toggenburg haben im vergangenen Quartal erneut angezogen. Eine Eigentumswohnung kostet inzwischen bald die Hälfte mehr als noch zu Beginn der Statistik 2005.
Serge Hediger
Seit 2005 sind die Preise für Eigentumswohnungen im Toggenburg – im Bild ein Bauvorhaben in St. Peterzell – um fast 50 Prozent gestiegen. (Bild: Urs M. Hemm)

Seit 2005 sind die Preise für Eigentumswohnungen im Toggenburg – im Bild ein Bauvorhaben in St. Peterzell – um fast 50 Prozent gestiegen. (Bild: Urs M. Hemm)

TOGGENBURG. In der Gemeinde Nesslau kann für den Kauf einer Eigentumswohnung mit einem Durchschnittspreis von weniger als 550 000 Franken gerechnet werden. Im benachbarten Wildhaus-Alt St. Johann dagegen werden Eigentumswohnungen für durchschnittlich mehr als 700 000 Franken überschrieben. Damit legen die beiden Gemeinden die Unter- und Obergrenze der sogenannten Tansaktionspreise für Eigentumswohnungen im Toggenburg fest.

Fast 50 Prozent Preiszuwachs

Dies geht aus dem jüngsten Immobilienmarktbericht hervor, den das Bau- und Immobilienberatungsunternehmen Wüest & Partner im Auftrag der St. Galler Kantonalbank jeweils quartalsweise erstellt (das Toggenburger Tagblatt berichtete).

Danach ist der Transaktionspreisindex für Eigentumswohnungen im Toggenburg in den letzten elf Jahren auf den Wert von über 147,4 gestiegen (1. Quartal 2005 = 100). Das bedeutet: Seit 2005 werden rund 47 Prozent höhere Preise bezahlt – grundsätzlich, doch je nach Lage und Objekt sind die Unterschiede gross. Im Quartal zuvor lag der Transaktionspreisindex für das Toggenburg noch bei 145,4. Wohneigentum in Kirchberg und Lütisburg wird im Immobilienreport der Region Wil zugerechnet. Eigentumswohnungen wechseln hier die Hand für 650 000 bis 700 000 Franken (Kirchberg) oder für 550 000 bis 600 000 Franken (Lütisburg); der entsprechende Index liegt bei 155,5.

In der Talmitte am höchsten

Auch bei den gehandelten Einfamilienhäusern ist der Index deutlich auf 137,6 angestiegen, nachdem er noch im Quartal zuvor bei 135,1 gelegen war. Mit über 900 000 Franken die höchsten Transaktionspreise erzielen dem aktuellen Immobilienmarktbericht zufolge Einfamilienhäuser in Lütisburg, Wattwil, Oberhelfenschwil und Ebnat-Kappel. Dagegen sind Einfamilienhäuser in Hemberg und Lichtensteig mit Durchschnittspreisen unter 750 000 Franken am günstigsten. In der Region Wil wechseln Einfamilienhäuser in Lütisburg für 900 000 bis eine Million Franken die Hand, solche in Kirchberg für weniger als 900 000 Franken. Der dortige Index liegt bei 150,8.

Wattwil bleibt im Fokus

«Die Preise der gehandelten Eigentumswohnungen stiegen in der Region Toggenburg jüngst nicht mehr so stark an wie im vergangenen Halbjahr. Im Sommer 2015 bewegten sich die mittleren Zuwachsraten in den üblichen Bahnen von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr», schreiben die Autoren des aktuellen Immobilienmarktberichts. Weiterhin stehe Wattwil im Fokus des Kaufinteresses; die Zahlungsbereitschaft sei jedoch nicht weiter gestiegen: «Im Verlaufe des Jahres 2015 stabilisierten sich die Verkaufspreise in Wattwil bei rund 650 000 Franken für eine mittlere Wohnung, während Oberhelfenschwil, Mosnang, und Bütschwil-Ganterschwil preislich aufgeholt haben.» Letztere stünden auch bei Entwicklern hoch im Kurs: «Gegenwärtig wird dort das Angebot an Stockwerkeigentum durch diverse kleinere Neubauprojekte ausgebaut.»

Günstiger wohnen in Mosnang

Einfamilienhäuser im Toggenburg bleiben anhaltend beliebt, was neben den vergleichsweise moderaten Preisniveaus auch auf die Verfügbarkeit von Bauland zurückzuführen sei, urteilen die Experten von Wüest & Partner und St. Galler Kantonalbank: «Mit Ausnahme von Mosnang, wo sich die Handänderungspreise seit zwei Jahren rückläufig entwickeln, verzeichneten alle Gemeinden im vergangenen Jahr Preiszuwachse. In Wattwil und Nesslau wurden im mittleren Segment Anstiege von über zehn Prozent beobachtet.» Doch während in Nesslau ein neuwertiges, mittelgrosses Einfamilienhaus noch für rund 820 000 Franken zu haben sei, werde es in Wattwil inzwischen für fast eine Million Franken gehandelt. Der Bericht weiter: «Anders als andere Regionen verzeichnet das Toggenburg zwar eine leicht steigende Bautätigkeit im Segment der Einfamilienhäuser; dennoch werden jährlich nur rund 50 neue Objekte erstellt und diese fast ausschliesslich für den Eigenbedarf.» In der Region Wil wiederum beträgt die mittlere Insertionsdauer für ein Einfamilienhaus 50 bis 60 Tage. Übertragen heisst das: Ein ausgeschriebenes Objekt wird hier leicht schneller verkauft als im nationalen Durchschnitt, der derzeit bei 62 Tagen liegt.

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