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Werkstattgespräch im Museum

GAIS. Am Freitag fand im Dorfmuseum in Gais eine aussergewöhnliche Vernissage zur Ausstellung «Hag um Hag - ein Requiem» statt. Im Zentrum der Ausstellung steht nicht der Hag, sondern die Beschäftigung mit seinem Verschwinden.
Guido Berlinger-Bolt
Mäddel Fuchs erklärt den vielen Besucherinnen und Besuchern, wie das Buch «Hag um Hag – ein Requiem» entstand. (Bild: gbe)

Mäddel Fuchs erklärt den vielen Besucherinnen und Besuchern, wie das Buch «Hag um Hag – ein Requiem» entstand. (Bild: gbe)

Mit seiner Laudatio - die eigentlich gar keine war - näherte sich der Ausserrhoder Regierungsrat Matthias Weishaupt der Form der Ausstellung an. Denn nicht um die Fotografien selber geht es in der aktuellen Sonderausstellung im Gaiser Dorfmuseum, als vielmehr um die Entstehungsgeschichte des Buches. Und um die Beschäftigung mit dem Verschwinden der Häge.

Das Museum als Werkstatt

In einem anregenden Werkstattgespräch befragte Weishaupt Mäddel Fuchs - Vernissagebesucherinnen und -besucher waren gewissermassen Zeuge des Interviews im Stile eines «Making of...». Es war die dritte Vernissage in Folge im Dorfmuseum, die überwältigend viele Neugierige anzog: Auch am Freitag drohte das schmucke Haus am Dorfplatz aus allen Nähten zu platzen. Und auch Matthias Weishaupt hatte sich den Anlass anders vorgestellt - «ein Werkstattgespräch, bei dem wir alle um einen Tisch herumstehen und locker über das entstandene Werk reden», hatte ihm vorgeschwebt.

«Gewaltige Arbeit»

Als ein Gesamtkunstwerk bezeichnete er das Requiem für den Hag, das eben nicht «nur» aus Mäddel Fuchs' bildgewaltigen Fotos besteht; die Bilder werden in «Hag um Hag» mit Texten von Peter Weber, Bernadette Lerjen-Sarbach, Marcel Beyer, Christian Schmid und Josef Osterwalder angereichert - also mit Sachwissen, Fiktionalem und Lyrik. Darüber hinaus mit der Musik von Peter Roth, gespielt und gesungen von Urs Klauser und Noldi Alder. Im Werkstattgespräch befragte der Ausserrhoder Gesundheitsdirektor den Fotografen zu diesen vielen Beziehungen, zur Zusammenarbeit, zur Entstehung des Projekts einer kleinen Kulturgeschichte der Häge und zur Umsetzung derselben. Weishaupts Bemerkung dazu: «Wenn man sieht, was das Buch alles beinhaltet, wer alles mitgearbeitet hat - das ist eine gewaltige Arbeit.» Mäddel Fuchs seinerseits schwärmte, noch immer sichtlich begeistert vom Projekt und von der Arbeit daran.

Die Sonderausstellung dauert bis zum 30. Juni und ist immer am 10., 20. und 30. jedes Monats von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Mäddel Fuchs ist jeweils am 20.1., 20.2. und 20.3. persönlich anwesend.

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